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Bauabnahme
Baubiologie
Baufeuchte
Baugenehmigungsverfahren
Bauökologie
Bebauungsplan
Behaglichkeit
Bekiesung
Belastung
Beschichtetes Glas
Beton
Betondachsteine
Betonfertigteile
Bewehrung
Biogas
Biogasanlagen
Biologie
Biomasse
Biomasse-Anlagen
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Blower-Door
Brennstoff
Brennstoffzelle
Brennwert
Brennwertheizung
Die Brennwertkessel
Brennwerttechnik
Brutto-Grundfläche

Bauabnahme
Die von der Baubehörde erteilte Erlaubnis zur Nutzung eines Gebäudes. Der Rohbau wird mit einem Zwischenbescheid baurechtlich abgenommen und zum Ausbau freigegeben. Der fertige Bau erhält dann den so genannten Gebrauchs-Abnahmeschein.

Baubiologie
Die Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen dem Menschen und der gebauten Umwelt. In der Baubiologie wird auf die Verwendung natürlicher Baumaterialien geachtet, vor allem wegen ihres günstigen Einflusses auf Wärmedämmung und Luftfeuchteregulation.

Baufeuchte
Feuchte in Mauerwerk und Rohbau eines Neubaus. Baustoffe wie Mörtel, Putz, Estrich, Steine, Beton und die Witterung bringen erhebliche Feuchtigkeit in den Bau. Es dauert etwa zwei Heizperioden, bis diese Baufeuchte aus dem neugebauten Haus verdunstet ist. Deswegen ist es von Bedeutung, wie viel Feuchtigkeit in den Baustoffen ist und wie schnell diese Feuchtigkeit an die Außenluft abgegeben wird. Je niedriger die Baufeuchte, desto geringer der Energieverbrauch zum Trockenheizen und desto weniger wird die Gesundheit der Bewohner des Neubaus beeinträchtigt (siehe Austrocknung von Mauerwerk).

Baugenehmigungsverfahren
Für die Errichtung, die Veränderung oder den Abriss von Gebäuden benötigt man die schriftliche Erklärung der zuständigen Baubehörde.

Bauökologie
Im Rahmen der Bauökologie werden bei der Planung und Errichtung von Gebäuden ökologische Aspekte besonders berücksichtigt, wie z. B. die Verwendung naturnaher Wärmedämmstoffe sowie sortenreiner Baustoffe zur besseren Wiederverwertbarkeit (Wärmedämmung).

Bebauungsplan
Im Bebauungsplan werden durch die Gemeinde Vorgaben zur baulichen Gestaltung rechtlich verbindlich festgelegt. Dies kann z.B. die Art der Nutzung, die Anzahl der Stockwerke, die Wahl der Baustoffe, der Fensterformate, die Dachneigung betreffen. Der freien Gestaltung sind somit Grenzen gesetzt, da jedes Bauvorhaben von den gemeindlichen Baubehörden unter anderem auf die Einhaltung des Bebauungsplans geprüft wird.

Behaglichkeit
Ausgewogenes Verhältnis zwischen Raumlufttemperatur, innerer Oberflächen-Temperatur (siehe Innere Oberflächen-Temperatur) von Wand, Decke, Boden und der relativen Luftfeuchte.

Bekiesung
Zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zum Ausgleich hoher Temperaturdifferenzen im Sommer wird die Dachpappe auf Flachdächern mit Kies abgedeckt.

Belastung
Im Umweltschutz spricht man von einer Belastung bei: Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, wodurch Mensch und Umwelt gegebenenfalls geschädigt werden können. In der Akustik spricht man von einer Belastung bei Lärm (Arbeitsplatzlärm, Gewerbelärm, Straßenverkehrslärm, Flugzeuglärm), der Mensch und Tier betrifft.

Beschichtetes Glas
Doppelscheiben, von denen eine mit einer Metallfolie beschichtet ist, garantieren ein hohes Maß an Wärmedämmung. Besonders gute Dämmung wird erreicht, wenn der Zwischenraum mit einem Dämmgas gefüllt ist (siehe Isolierverglasung).

Beton
Normaler Beton besteht aus Kies, Sand, Wasser und Zement und ist ohne chemische Zusäte (normaler Beton!). Bis auf das hydraulische Bindemittel Zement ist er gesundheitlich unbedenklich. Moderne Wände, Treppen und Decken werden aus Stahlbeton hergestellt, der einige technisch nachteiligen Eigeschaften von Beton ausgleicht. Stahl gibt Stabilität und verhindert Zugspannungen. Die Aufgabe des Zementes ist es, die natürlichen Stoffe Sand und Kies zu verkitten. Natürliche Zuschläge für Beton sind Schottes, Splitt und Brechsand aber auch einige anderen, die gesundheitsbedenklich sind wie z.B. Metallschlacken, mineralische Fasern oder Kunststoffzusätze als Porenbildner. Auch Bitumen, Flugaschen und Zementfarben können beigemischt sein, die im Beton eigentlich nichts zu suchen haben. Zementfarben bestehen aus anorganischen Pigmenten, vorwiegend aus Metalloxiden wie z.B. Titanoxid, Chromdioxidhydrat, Eisenoxiden etc. Alle Metallsalze und Oxide sind alles andere als Gesundheitsfördernd. Beimengungen von Kunstharzen enthalten oft sehr probelematische Grundsubstanzen wie Styrol, Butadien, Acrylnitril, Polyvinylacetat oder Polyvenylchlorid (nur eine kleine Auswahl)(138). Die Zusätze haben selbstverständlich technisch gesehen ihre Berechtigung, ich möchte sie trotzdem in meinem Haus nicht haben. Unbedenklich sind auch Zuschläge wie Lava, Holzmehl, Holzwolle, Blähton. Kritisch ist aber auch Müllschlacke, Steinkohlenflugasche, Hochofenschlacke und Schaumstoffkunststoffe als Leichtzuschläge. Baubiologisch ist Beton ein kritischer, zum Teil toxischer Bausstoff. Es obliegt dem Bauherren sehr genau nachzufragen, auszuwählen und zu begutachten, welcher Beton mit welchen Zusatzstoffen verwendet wird. Falls ein Lieferant keine ausreichende Auskunft gegen möchte und diese nicht schriftlich bestätigen will, bleibt nur der Hinweis, daß Konkurrenz groß genug ist auszuweichen. Hunderte von Beimengungen teilweise hochtoxisch haben aus dem ursprünglich unbedenklichen Allerweltsbaustoff einen sehr problemhaften Baustoff gemacht. Allerdings ist Beton aufgrund seiner Rohdichte hervorragend für den Schallschutz und die innere Wärmespeicherung im Gebäude geeignet. Zur Wärmedämmung empfiehlt er sich aber nicht. Beton ist zudem für schwierigste Konstruktionen geeignet.

Rohstoffe: Zement und/oder Kalk und feingemahlene oder feinkörnige, kieselsäurehaltige Stoffe (Quarzsand), Wasser; Metallpulver (Aluminium) als Triebmittel; Zusatzmittel: Gips, Anhydrit Herstellung: Mischung der Rohstoffe; durch das Aluminiumpulver reagiert das Gemisch unter Gasbildung, der Mörtel bläht sich auf wodurch die Porenstruktur entsteht; die Härtung der Steine erfolgt bei 190°C und 12 bar; bei bewehrtem Porenbeton ist ein Korrosionsschutz des Stahls erforderlich Einsatzbereich: Für tragendes und nichttragendes Mauerwerk geeignet; als Außenwände mit hoher Wärmedämmwirkung einsetzbar; Wärmedämmwert je nach Rohdichte sehr unterschiedlich; bei der Verwendung als Außenmauerwerk Außenputz oder Beschichtung erforderlich Eigenschaften: Keine Raumluftbelastung; bei geringer Rohdichte sehr gutes Wärmedämmvermögen; geringe bis mittlere Schalldämmung; mäßiges Feuchteverhalten; lange Austrocknungszeiten; Herstellung energieaufwendig ; Rohstoffe in ausreichendem Maß vorhanden; Verarbeitung unbedenklich; leicht zu Be- und Verarbeiten; feuerbeständig Beton und Betonsteine sieht man bei uns auch häufig. Wie wird dieser Baustoff eingesetzt? Wie sind seine Eigenschaften? Einsatz in mehrschaligen Wandaufbauten Rohstoffe: Normalbeton: Zement, Sand, Kies, Splitt, Schotter, Metallschlacken, Klinkerbruch, Stahlfasern; Leichtbeton: Zement, feine Sande, Bims, Lava, Tuffe, Holzfasern, Blähperlit, Blähton, Schlacken; Wasser, Zusatzmittel (z. B. Betonverflüssiger) Herstellung: Zement: Vermahlen der Rohstoffe, Erhitzung bis zur Sinterung bei 1400 – 1500 °C (hoher Energieeinsatz); Verbrennung von Sonderabfällen ist bei diesem Produktionsschritt möglich; Feinmahlen der Klinker zusammen mit Zusätzen (Calciumsulfat); Beton: Vermischen von Bindemitteln (Zement), Zuschlagstoffen (meist Sand und Kies) und Wasser
Einsatzbereich: Einsatz der Betonsteine je nach Rohdichte und Eigenschaften; je nach Eigenschaften der Steine für nahezu alle Wandaufbauten geeignet; Ortbeton für Ausbildung von Kellern, Decken, Auflager etc.
Eigenschaften: Rohstoffe in ausreichendem Maß vorhanden; Wärmedämmung und -speicherung je nach Rohdichte; Mäßiges Feuchteverhalten, schlechtes Raumklima; Lange Austrocknungszeit; Schlechte Dampfdiffusion; Herstellung und Abbruch (bei Ortbeton) sehr energieaufwendig; Gutes Wärmespeichervermögen, gute Schalldämmung; hohe Druckfestigkeit; Verarbeitung unbedenklich; nicht brennbar (Baustoffklasse A 1); durch Beimischen von Zusatzstoffen können chemische/physische Eigenschaften verändert werden (Ortbeton), in hoher Konzentration allerdings ökologisch und toxikologisch bedenklich

Betondachsteine
Betondachsteine werden durch Mischen von Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser hergestellt. Die Oberfläche der meisten Dachsteine aus Beton ist mit einer Acrylatbeschichtung auf Wasserbasis veredelt. In die Farbe eingebettet sind wiederum Eisenoxydpigmente und mineralische Füllstoffe.

Betonfertigteile
Fertigteile aus Beton werden in einer Fabrik hergestellt, dort gelagert, auf die Baustelle geliefert und dann montiert. Aus großformatigen Fertigteilen werden Decken, Wände und Dächer hergestellt. Fertigteile aus gefügedichtem Leichtbeton haben ein geringeres Gewicht, lassen sich leichter transportieren, sind wärmedämmend und leichter zu bearbeiten (siehe Leichtbeton).

Bewehrung
Die Einlagen im Beton werden Bewehrung genannt. Diese sind aus Stahl und je nach Anforderung als Stäbe, Geflecht oder Matte ausgebildet. Die Bewehrung erhöht deutlich die Belastbarkeit der damit ausgestatteten Bauteile (siehe Faserzement).

Biogas
Biogas entsteht, wenn Rest-Biomasse (landwirtschaftliche Abfallprodukte wie Mist, Gülle und Grasschnitt, Schlachtabfälle, organischer Hausmüll) unter Luftabschluß vergoren wird. Hauptbestandteil des Biogases ist Methan, das ähnliche Eigenschaften aufweist wie Erdgas, und deshalb überall dort als Brennstoff eingesetzt werden kann, wo sonst Erdgas verwendet wird. Die Vergärung von organischem Hausmüll (Biomüll) hat gegenüber der Rotte (Kompostierung) einen weiteren Vorteil: eine Geruchsbelästigung tritt nicht auf. Biogas gehört zu den erneuerbaren Energieträgern. Es entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material (z. B. Pflanzen(resten) sowie tierischen Exkrementen und Abfällen insbesondere aus der Landwirtschaft) unter Licht- und Luftabschluss in einem Faulbehälter und enthält im wesentlichen Methan (CH4). Neben dem brennbaren Gas, das zur Energieerzeugung eingesetzt werden kann, entsteht hochwertiger Dünger.

Biogasanlagen
Biogas wird in Vergärungsanlagen aus landwirtschaftlicher Gülle, Haushalts-Biomüll oder organischen Reststoffen der Lebensmittelindustrie gewonnen.

Biologie
Die Lehre vom Leben der Menschen, Tiere, Pflanzen und der Mikroorganismen. Sie umfasst die Lehre von chemischen und physikalischen Vorgängen in der belebten Natur sowie das Studium von Verhaltensweisen.

Biomasse
Mit dem Begriff Biomasse werden alle Arten von biologischen Rohstoffen bezeichnet. Direkt zur Wärmeversorgung genutzt werden können Brennholz, Holzabfälle, Durchforstungsholz und Stroh. Durch Vergasung (Biogas, Klär- und Deponiegas), Erzeugung von Alkohol (Ethanol) aus stärke- und zuckerhaltigen Pflanzen und Erzeugung von dieselähnlichen Treibstoffen (Planzenöl, Rapsmethylester=Biodiesel) aus fetthaltigen Pflanzen können aus Biomasse Brennstoffe hergestellt werden. Diese können, z.B. in einem BHKW, zur Strom- und zur Wärmeerzeugung dienen. Biomasse ist also im Prinzip gespeicherte Sonnenenergie. Ökologisch am sinnvollsten ist die Nutzung von Restbiomasse, also z.B. Holzreste und andere organische Abfälle.

Biomasse-Anlagen
Energie aus Biomasse wird durch Verbrennung aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Hierbei wird nicht mehr CO2 freigesetzt, als zuvor durch das Wachstum der Pflanzen gebunden wurde. Als natürliche Energieträger bieten sich Reststoffe aus der Land- und Forstwirtschaft an, wie Stroh und Gülle.

Blockheizkraftwerk (BHKW)
Ein BHKW ist ein Motor, der mit einem Generator zur Stromerzeugung verbunden ist. Die zwangsläufig entstehende Abwärme dieses Motors wird ebenfalls genutzt (Kraft-Wärme-Kopplung). Durch diese gekoppelte Energieerzeugung erreichen BHKW Gesamt-Wirkungsgrade von bis zu 90 %. Die Anlagen werden meistens mit Gas betrieben, können als Brennstoff aber auch z.B. Pflanzenöl verwerten. BHKW gibt es ab einer Leistung von ca. 5 kW. BHKW können Gebäudekomplexe oder kleine Siedlungen mit Nahwärme und Strom versorgen. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in Bereichen, in denen ein relativ konstanter Bedarf an Strom und Wärme/Kälte besteht, z. B. in Krankenhäusern.

Blower-Door
Meßmethode zum Feststellen der Luftdichtigkeit einer Gebäudehülle.
Dabei wird bei geschlossenen Fenstern und Außentüren mit einem Ventilator Raumluft aus dem Haus gefördert. Die bei einem eingestellten Unterdruck von 50 Pa entweichende Raumluft entspricht der Außenluftmenge, die über Leckagen in die Gebäudehülle eindringt.

Brennstoff In Zentralheizungsanlagen wird heute vorwiegend Heizöl oder Erdgas als Brennstoff eingesetzt. Während Heizöl hierbei mit etwa 43% Marktanteil dominiert, stellt Erdgas etwa 35% des Brennstoffbedarfs. Der Rest verteilt sich auf die Energien Fernwärme, Strom und Kohle sowie regenerative Energieträger (z.B. Solarenergie).
Die Eigenschaften der Brennstoffe resultieren aus ihrer chemischen Zusammensetzung. Die wesentlichen Bestandteile der Brennstoffe Erdgas und Heizöl Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und bei Heizöl zusätzlich noch in geringen Mengen Schwefel (S) werden bei der Verbrennung oxidiert, d.h. sie verbinden sich mit dem Luftsauerstoff (O) zu Kohlendioxid (CO2), Wasser (H2O) und bei Heizöl zusätzlich noch zu Schwefeldioxid (SO2). Bei dieser chemischen Reaktion wird Wärme frei, die etwa zur Hälfte unmittelbar von der Flamme an den Brennraum abgestrahlt wird. Die andere Hälfte ist in den heißen Verbrennungsgasen (Heizgasen) als fühlbare (sensible) Wärme gespeichert. Der hierbei in den Heizgasen enthaltene Wasserdampf stellt durch die gespeicherte Verdampfungswärme ein besonderes Energiepotential dar, das als latente Wärme bezeichnet wird. Während bei der Heizwert-Nutzung des Brennstoffes der im Heizgas enthaltene Wasserdampf nicht kondensiert und mit den Abgasen ungenutzt über den Schornstein abgeführt wird, kondensiert bei der Brennwert-Nutzung der Wasserdampf zumindest zum Teil. Die Zahlenwerte in der Tabelle spiegeln diesen Sachverhalt wieder. So entspricht die Differenz zwischen Brennwert und Heizwert eines Brennstoffes der Kondensationswärme des Wasserdampfes. Aufgrund der bei der Kondensation von Heizgasen aus Ölfeuerungen freiwerdenden Schwefelsäure (Schwefeldioxid im Abgas), den damit verbundenen Problemen bei der Wahl des Heizkesselwerkstoffes sowie dem geringeren Unterschied von Brennwert zu Heizwert findet die Brennwertnutzung heute fast ausschließlich bei Gasfeuerungen Anwendung.

Brennstoffzelle
In einer Brennstoffzelle wird elektrische Energie durch direkte Umwandlung aus chemischer Energie gewonnen (kalte Verbrennung). Die wie ein Sandwich aufgebaute kompakte Zelle erzeugt aus Sauerstoff und Wasserstoff (solar gewonnener Wasserstoff, Methan oder Erdgas) nach dem Prinzip der Elektrolyse elektrischen Strom und Wasser. Es werden elektrische Wirkungsgrade zwischen 60% und 80% erreicht, emittiert wird lediglich Wasserdampf. Es gibt verschiedene Arten von Brennstoffzellen (PAFC, PEM, Hochtemperatur-BSZ), die sich in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung befinden. Die Brennstoffzelle könnte einen wesentlichen Bestandteil einer Solar-Wasserstoff-Wirtschaft bilden. In den letzten Jahren wurden große Fortschritte erzielt, vor allem bei der Verkleinerung der Anlagen. Im Kraftwerkseinsatz und als Antrieb für Elektro-Fahrzeuge wurden Brennstoffzellen bereits erfolgreich erprobt.

Brennwert

Der Brennwert bezeichnet die bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffes, z. B. Erdgas oder Heizöl freiwerdende Energie einschließlich der im Wasserdampf gespeicherten Kondensationswärme. Bei Brennwertkesseln wird der in den Heizgasen enthaltene Wasserdampf im Unterschied zur Heizwert-Nutzung des Brennstoffes vollständig oder teilweise kondensiert und damit als Heizwärme genutzt. Mit Heizgas bezeichnet man die zur Heizwassererwärmung genutzten gasförmigen Verbrennungsprodukte. Sie werden mit Temperaturen nur wenig oberhalb der Heizwasserrücklauftemperatur (ca. 25 bis 60°C) in den Schornstein abgeführt. Der Abgasverlust ist damit deutlich geringer als beim Heizwert-Betrieb.
Anhaltswerte für den Brennwert von Brennstoffen:

Brennwertheizung
Die Brennwertheizung ist eine richtungsweisende Entwicklung in der Heizungstechnik. Während bei größeren Häusern üblicherweise Brennwertkessel installiert werden, genügt bei Ein- bzw. Zweifamilienhäusern der Einbau einer kleineren, an der Wand hängenden Anlage – der so genannten Brennwerttherme. Beide Versionen können zusätzlich nutzbare Wärme abgeben, indem sie den im Abgas befindlichen Wasserdampf kondensieren. Brennwertgeräte übernehmen wie herkömmliche Heizkessel die zentrale Beheizung von Wohnungen sowie die Warmwasserbereitung. Um die im Abgas vorhandene Kondensationswärme nutzen zu können, ist eine niedrige Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem erforderlich. Je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann aus den Verbrennungsgasen freigesetzt werden. Deshalb erreichen Brennwertkessel ihren höchsten Wirkungsgrad in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizflächen – wie beispielsweise der Fußbodenheizung – sowie in der Übergangszeit.

Brennwertkessel
Spezieller Heizkessel, in dem der bei der Verbrennung von Öl oder Gas entstehende Wasserdampf wieder kondensiert und die Kondensationswärme ausgenutzt wird. Brennwertkessel erreichen deshalb sehr hohe Wirkungsgrade von mehr als 100 %. In der Technik wird der durch Verbrennung nutzbare Energieinhalt eines Stoffes als sein Heizwert bezeichnet. Bezieht man den Energieinhalt des im Energieträger enthaltenen Wassers mit ein, erhält man den sogenannten Brennwert des Materials. Der Wirkungsgrad wird konventionellerweise auf den Heizwert bezogen. So kommt der – eigentlich nicht mögliche – Wirkungsgrad von über 100% zustande.  Der Brennwert-Heizkessel arbeitet wie auch der Niedertemperatur-Heizkessel mit gleitender Betriebstemperatur, wobei die Kondensation des im Heizgas enthaltenen Wasserdampfes nicht unterbunden, sondern bewußt gefördert wird. Es wird damit nicht nur die sensible (fühlbare), sondern auch die latente (im Wasserdampf gebundene) Energie des Brennstoffes zur Heizwassererwärmung im Kessel genutzt. Die Höhe dieses Anteils ist abhängig vom Brennstoff und macht für Heizöl ca. 6% und für Erdgas fast 11% der im Brennstoff enthaltenen Wärmeenergie aus. Wieviel letztendlich wirklich durch Kondensation an latenter Wärme gewonnen wird, hängt von den tatsächlich herrschenden Betriebsbedingungen und damit zu einem großen Teil von den Betriebstemperaturen ab.Zeigt der Niedertemperatur-Heizkessel am durchschnittlichen Arbeitspunkt einen Nutzungsgrad von ca. 92%, so erreichen Brennwert-Heizkessel mit der Heizkurve 75/60°C ca. 105% und mit der Kurve 40/30°C bis 109%. Die Technik des Brennwert- Heizkessels ist vor allem auf niedrige Abgastemperaturen (möglichst unter 55°C) und die damit verbundene hohe Kondensatausbeute ausgerichtet. Dem Abgasverlust von 7 bis 8% (sensibel) plus 11% (latent) des Niedertemperatur-Heizkessels stehen nur noch 2 bis 5% des Brennwertkessels gegenüber.
Da sich durch die Kondensation des Heizgases aus Ölfeuerungen aufgrund des sich einstellenden Schwefelsäureanteils im
Kondensat technologische Probleme ergeben und der Energiegewinn nur etwa halb so groß ist wie bei Erdgas, wird der Brennstoff Öl bevorzugt bei Niedertemperatur-Heizkesseln eingesetzt. Trotzdem findet der Brennstoff Öl zunehmend in Öl-Brennwert-Heizkesseln Anwendung.

Brennwerttechnik
Bei normalen Kesseln verdampft das im Brennstoff enthaltene Wasser und zieht durch den Schornstein ungenutzt ab. Der Brennwertkessel nutzt zusätzlich die Kondensationswärme und erhöht damit den Wirkungsgrad der Verbrennung von Heizöl und Heizgas. So erreicht der Brennwertkessel einen Wirkungsgrad von 104% (siehe Thermischer Wirkungsgrad). Da das Kondensat abfließen muss, benötigt der Brennwertkessel neben dem Schornstein auch einen Wasserabfluss.

Brutto-Grundfläche
Die Brutto-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen ohne nicht nutzbare Dachflächen, berechnet zwischen äußeren Maßen in Fußbodenhöhe, einschl. äußerer Bekleidung, aber ohne konstruktive oder gestalterische Vor- und Rücksprünge. Sie gliedert sich in Konstruktions- und Netto-Grundfläche (aus DIN 277).

www.bauweise.net