Lexikon - e |
a - b - c - d - e - f - g - h - i - j - k - l - m - n - o - p - q - r - s - t - u - v - w - xyz
Einheiten
Einschalige Wand
Elastomerbitumenstoffe
Emission
Endenergiebedarf
Energie
Energiebedarfsausweis
Energieetikett
Energiekennzahl
Energieträger
Energiereserven
Energiesparen
Energiesparlampe
Energieverbrauch
Entlüftungsziegel
Elektroheizregister
Engoben
Erdwärmetauscher
Estrich
Expandiertes Polystyrol - EPS
Extrudiertes Polystyrol - XPS
E-Pumpen
Einheiten
Energieverbräuche, Leistungen, Temperaturen und
Materialeigenschaften werden durch entsprechende physikalische Einheiten
charakterisiert: Energie: Innewohnendes ;Arbeitsvermögen; eines Stoffes bzw.
nötiger Aufwand, um einen Prozeß eine Zeitlang ablaufen zu lassen. Gleiche
Bedeutung haben jeweils die Einheiten (ggf. ineinander umzurechenen): 1 Joule
(J) = 1 Wattsekunde (Ws) 1 Kilowattstunde (kWh) = 1.000 * 60 * 60 Joule 1 Tonne
Steinkohleeinheiten (t SKE) = 8140 kWh, was dem Energieinhalt einer Tonne
Steinkohle entspricht Leistung: ;Rate; mit der Energie verbraucht oder erzeugt
wird. 1 Watt (W) = 1 Joule/Sekunde (J/s) Eine Glühbirne hat z. B. eine
Leistungsaufnahme von 100 Watt. Pro Sekunde müssen also 100 Joule zugeführt
werden, damit die Glühbirne mit der erwarteten Helligkeit brennt. Leuchtet sie
eine Stunde lang, so hat sie dabei die Energiemenge von 100 Wh =
0,1 kWh verbraucht. Ein
Mittelklassewagen hat eine Leistung von ca. 70 kW, ein Großkraftwerk kann 1
GW elektrische Energie erzeugen. Temperatur: 1 Grad Kelvin (K) =
1
Grad Celsius (°C) Die Temperatureinheiten Kelvin und Celsius unterscheiden sich durch die
Festlegung des Nullpunktes. 0 K bezeichnet den absoluten Nullpunkt der Temperatur bei minus
273,1° C, an dem auch auf atomarer Ebene keinerlei thermische Bewegung
mehr statttfindet. Die Celsius-Skala bezieht sich auf den Schmelzpunkt des Eises als
Nullpunkt. Vorsätze: Kilo (k) =
1.000, z. B. 1 kg =
1000 g Mega (M) = 1.000.000, z. B. 1 MWh = 1.000 kWh Giga (G) =
1.000.000.000, z. B. 1 GJ =
1.000.000 kJ Tera (T) = 1.000.000.000.000, z. B. 1 TWh = 1.000.000 MWh
Einschalige Wand
Die einschalige oder auch monolithische Wand ist der klassische Wandaufbau, der
Tragfunktionen, Statik, Schallschutz und Wärmedämmung in einem erfüllt. Die
einschalige Wand wird vorwiegend aus Ziegelmauerwerk gebaut. Ökologisch ist die
monolithische Wand nahezu ideal, weil sie aus nur einem Material besteht. Dies
hat den Vorteil, neben guter Dampfdiffusion und einem idealen Raumklima auch im
Falle eines Abrisses des Gebäudes problemlos wieder verwertbar zu sein.
Mischmauerwerk oder mehrschichtiges Verbundsystem-Mauerwerk mit aufgebrachten Wärmedämmsystemen
ist in der Entsorgung hingegen oftmals sehr kostenintensiv, da es als
;Problemmüll; eingestuft werden muss (siehe Mischbauweise).
Elastomerbitumenstoffe
Weiter werden als Baustoffe SBS-Kunststoffe (Styrol-Butadien-Styrol)
eingesetzt, z.B. für die Abdichtung von Dächern. Die Bahnen sind mit
Elastomerbitumen-Deckmasse ausgerüstet und das mit SBS-Kunststoffen (Styrol-Butadien-Styrol)
vergütete Destillationsbitumen hat ein gutes elastisches Verhalten und hohe Kälteflexibilität.
Gegenüber ;Normalbitumen; ist Elastomerbitumen wesentlich witterungs-
und alterungsbeständiger. Derartige Bahnen sind als Schweißbahn oder
kaltselbstklebende Bahn im Handel (z.B. Fa. Icopal)
Emission
Das Ablassen oder Ausströmen fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe aus
Anlagen oder technischen Abläufen, welche die Luft, das Wasser oder andere
Umweltbereiche verunreinigen. Hierunter wird auch die Freisetzung von Geräuschen
und Erschütterungen sowie Licht-, Wärme- und radioaktiver Strahlung
verstanden. Emissionen führen zu Immissionen (siehe Immission). Bezeichnung von
Verbrennungsprodukten, die mit den Abgasen über das Abgassystem bzw. den
Schornstein in die Atmosphäre gelangen und dort entweder unmittelbar oder über
längere Zeiträume wirksam sind. Unterschieden werden vermeidbare und
zwangsläufige Verbrennungsprodukte. Als zwangsläufige Verbrennungsprodukte
bezeichnet man hierbei die bei dem Verbrennungsprozeß entstehenden Verbindungen
der in den Brennstoffen Heizöl und Gas enthaltenen Hauptbestandteile,
Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) mit dem Luftsauerstoff (O). Die Menge dieser
so entstandenen Reaktionsprodukte Kohlendioxid und (CO2) Wasserdampf (H2O) ist
jeweils abhängig von der Brennstoffart und der Anteile von Kohlenstoff und
Wasserstoff. CO2 ist in großen Mengen im Wasser der Weltmeere gelöst und als
Spurengas in der Atmosphäre nachweisbar, wo es als sog. Treibhausgas wirkt und
die kurzwellige Sonnenstrahlung ungehindert die irdische Lufthülle passieren
läßt, was zu einer Erwärmung der Erdoberfläche führt. Die hieraus resultierende
langwellige Wärmestrahlung wird von der Erde in den Weltraum abgestrahlt, jedoch
teilweise auch vom CO2 und vom Wasserdampf absorbiert und in eine Eigenerwärmung
und damit in einen Temperaturanstieg der Atmosphäre umgesetzt. Der so den
Treibhaus-Effekt verstärkende CO2 -Ausstoß entsteht jedoch zwangsläufig bei
einer Verbrennung und kann nur durch einen reduzierten Brennstoffverbrauch
herabgesetzt werden. Als vermeidbare Verbrennungsprodukte bezeichnet man z.B.
Ruß, Kohlenmonoxide (CO) und Stickoxide (NOx). Sie entstehen aufgrund bestimmter
Verbrennungsbedingungen und sind damit beeinflußbar. Während Ruß als fast reiner
Kohlenstoff und CO aufgrund unvollständiger Verbrennung des Kohlenstoffs
entstehen, können Stickoxide in verschiedenen Verbindungen auftreten. Das x
steht hierbei für die Verbindungen NO, NO2 und N2O. Stickoxide durchlaufen in
der Atmosphäre verschiedene Umwandlungen und wirken als saurer Regen
umweltschädigend. Hohe Verbrennungstemperaturen oberhalb 1200°C begünstigen ihr
Entstehen.
Energie
Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems,
Arbeit zu verrichten. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule
(J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde
(Ws).
Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und Formen (Energieformen):
Nach der Reihenfolge ihres Einsatzes lässt sich Energie in vier Stufen einteilen:
Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die
Endenergiebedarf
Energiemenge,
die für die Gebäudebeheizung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfes und
der Verluste des Heizungssystems sowie des Warmwasserwärmebedarfs und der
Verluste des Warmwasserbereitungssystems aufgebracht werden muss. Der
Jahresheizenergiebedarf oder Endenergiebedarf bezieht die für den Betrieb der
Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie mit ein, ist
aber nach den benutzten Energieträgern zu differenzieren.
Die Hilfsenergie
wird an der ;Schnittstelle; Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die vom Verbraucher bezahlt werden muss.
Energiedienstleistung
Ein Energiedienstleistungsunternehmen (EDU)
liefert seinen Kunden keine Rohenergie in Form von Strom oder Gas, sondern z.B.
warme und helle Räume. Beispiele für Energiedienstleistungen sind Contracting
oder Wärmedirektservice, bei dem das Unternehmen auch Wartung und
Instandhaltung der Heizanlagen übernimmt. Die Kunden zahlen einen Festpreis, in
dem die Dienstleistung enthalten ist und müssen sich in Punkto Energie um
nichts weiter kümmern. Im Zuge der Liberalisierung des Energiemarktes können
Energiedienstleistungen an Bedeutung zunehmen, allerdings nur unter
entsprechenden Rahmenbedingungen, die einem EDU gegenüber dem reinen
Energieverkäufer wirtschaftliche Vorteile sichern.
Energieetikett
Das europaweit
gesetzlich vorgeschriebene Energieetikett ist beim Neukauf von Haushaltsgeräten
– wie z. B. Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Wäschetrocknern und
Geschirrspülmaschinen, aber auch bei Haushaltslampen – eine wichtige
Entscheidungshilfe. Das Etikett, das an jedem Gerät im Verkaufsraum kleben muss,
gibt Auskunft über Sparsamkeit und Leistungsfähigkeit. Die Farbskala reicht von
grün (A=ausgesprochen günstiger Energieverbrauch) bis rot (G=Großer Stromräuber)
und zeigt auf einen Blick, wie der Energieverbrauch bei dem jeweiligen Fabrikat
einzuschätzen ist.
Energiekennzahl
Energiekennzahlen dienen zum Vergleich der
energetischen Qualität von Gebäuden oder anderen Energieverbrauchern. Es sind
spezifische, auf eine sinnvolle Bezugsgröße bezogene Energieverbräuche. Die
Bezugsgröße für Gebäude ist in der Regel die Nutzfläche in m2 oder das
Raumvolumen in m3. Warmwasser- und Stromverbrauch werden auf die Anzahl der
Personen bezogen. Hotels ziehen als Vergleichsgröße die Anzahl der Übernachtungen
heran und für Fahrzeuge sind die gefahrenen Kilometer oder Personenkilometer
eine sinnvolle Vergleichsgröße. Unterschiedlich genutzte Gebäude weisen
entsprechend verschiedene Energiekennzahlen auf. In Westeuropa gelten als
Zielwerte für eine energetische Sanierung beispielsweise die folgenden
Energiekennzahlen (jeweils pro Jahr): Niedrigenergie-Haus 40 kWh/m2
Mehrfamilienhaus 60 kWh/m2 Bürogebäude, Schule 70 kW/m2 Einfamilienhaus 70
kWh/m2 Krankenhaus 100 kWh/m2
Energieträger
Man unterscheidet fossile (Kohle, Erdöl,
Erdgas), regenerative oder erneuerbare (Biomasse, Erdwärme, Sonne, Wind,
Wasser) und nukleare (Uran) Energieträger. Durch die Verbrennung fossiler
Energieträger wird CO2 freigesetzt, das vor Jahrmillionen in der Biomasse
gebunden wurde. Diese zusätzlichen CO2-Mengen sind hauptverantwortlich für den
Treibhauseffekt. Bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger wird höchstens
soviel CO2 erzeugt, wie innerhalb weniger Jahre wieder gebunden werden kann.
Regenerative Energieerzeugung ist also CO2-neutral – abgesehen vom
Energieaufwand zur Herstellung der Anlage selbst. Zusätzlich zu den genannten
Primärenergieträgern gibt es Sekundärenergieträger, die durch Umwandlung aus
ersteren hervorgehen. Die häufigsten Sekundärenergieträger sind Strom, Benzin
und Fernwärme. Je mehr Umwandlungsstufen die Energie bis zur Bereitstellung als
Nutzenergie durchläuft, desto mehr Umwandlungsverluste müssen in Kauf genommen
werden. Anzustreben ist deshalb immer eine möglichst kurze
Energiebereitstellungskette.
Energiereserven
Die in der Erde
lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen
Fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger
Technik wirtschaftlich gewinnbar sind, bezeichnet man als Energiereserven.
Gleichbleibenden Energiebedarf und gleichbleibende Nutzung unterstellt, reichen
die derzeit bekannten Welt-Energiereserven an Erdöl und Erdgas 43 bzw. 66 Jahre
und bei Kohle circa 170 Jahre. Neben den Energiereserven gibt es nachgewiesene und vermutete
Vorräte von Energieträgern (so genannte Energieressourcen), die jedoch derzeit
aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht gewinnbar sind.
Energiesparen
Unter Energiesparen
versteht man Maßnahmen, die den Energieverbrauch vermindern. Dabei gibt es für
den energiebewussten Verbraucher eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Einsparung,
ohne auf Komfort verzichten zu müssen: Beispielsweise durch Absenken der
Raumtemperatur über Nacht oder indem man unnötigen Verbrauch (Stand-by) vermeidet.
Energiesparen kann man des Weiteren auch durch eine
Verbesserung der Nutzungsgrade von Geräten und Anlagen senken sowie durch
Energierückgewinnung und Reduzieren des Nutzenergiebedarfs (Beispiel:
Gebäudedämmung) oder durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme.
Energiesparlampe
Energiesparlampen
– auch Kompakt-Leuchstofflampen genannt – verbrauchen rund 80 Prozent weniger
Strom als herkömmliche Glühlampen bei gleicher Lichtausbeute. Eine
Energiesparlampe mit 15 Watt entspricht in der Leuchtkraft einer herkömmlichen
Glühlampe von 75 Watt. Energiesparlampen haben darüber hinaus eine zirka achtmal
längere Lebensdauer. Sie sind in der Regel mit einem eingebauten Vorschaltgerät
und einem Schraubsockel, der dem Sockel „normaler“ Glühbirnen entspricht,
ausgestattet. Besonders wirtschaftlich einsetzbar sind Energiesparlampen dort,
wo Lampen lange in Betrieb sind.
Energieverbrauch
In Deutschland werden pro Jahr zirka 14.500 Petajoule an Primärenergie
verbraucht, davon sind über 90 Prozent fossile
Energieträger. Die privaten Haushalte sind beim Endenergieverbrauch mit 30
Prozent Spitzenreiter, gefolgt vom Verkehr mit zirka 28 Prozent sowie der
Industrie mit rund 25 Prozent. An vierter Stelle liegen mit zirka 16 Prozent
Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.
Entlüftungsziegel
Entlüftungsziegel
oder Entlüfter sind Dachziegel mit Lüftungsöffnungen. Sie werden in die
Dachfläche eingebaut, wenn der First vermörtelt ist und gewährleisten eine
ausreichende Hinterlüftung der Dachkonstruktion sowie den Transport von
Schwitzwasser und Feuchtigkeit nach draußen.
Elektroheizregister
Ein Elektroheizregister ist eine elektrische Widerstandsheizung die zur Vor- oder
Nacherwärmung von Zuluft genutzt wird. Endenergie in kWh/m²a = Ist der Aufwand
an Energie die verwandt wird, um eine bestimmte Aufgabe oder Tätigkeit zu erfüllen.
Dieser Wert beinhaltet bereits die Aufwandszahlen für die eingesetzten
Energieträger (Strom/Gas/Öl etc.).
Energiebedarfsausweis
(EnEV)
Für neu zu errichtende Gebäude wird über die Energieeinsparverordnung die
Ausstellung eines Energiebedarfsausweises gefordert. Dieser fasst die
wesentlichen Berechnungsergebnisse des Nachweisverfahrens zusammen und weist die
Kenngrößen, über welche die Anforderungen formuliert sind, aus. Weiterhin
wird in dem Dokument der Endenergiebedarf angegeben, der als Vergleichswert zu
dem tatsächlich auftretenden Verbrauch herangezogen werden kann. Da die
Berechnungen auf bestimmten normierten Ansätzen (z.B. Meteorologie,
Nutzerverhalten) beruhen, ist die Vergleichbarkeit zwischen Rechnung (Prognose)
und Messung (tatsächlicher Verbrauch) nur eingeschränkt möglich...
Engoben
Engoben sind natürliche und meistens farbige Tonschlämme, die vor dem Brennen auf
Tondachziegel aufgesprüht werden und beim Brennvorgang eine unlösbare
Verbindung mit dem Ziegel eingehen (siehe Tondachziegel). Engoben geben den
sonst naturroten Tondachziegeln abriebfeste Oberflächen-Farben (Rotbraun,
Kupferbraun, Schwarz, Grau etc.) und sind die ;ökologische; Variante
der Einfärbung von gebrannten Tondachziegeln. Durch ihre offenporige Struktur
behält der Ziegel seine guten diffusionsoffenen Eigenschaften, wird aber
widerstandsfähiger gegen sauren Regen, extreme Witterungen und UV-Strahlen. Der
nächste Schritt zur Oberflächen-Veredelung von Tondachziegeln sind meist
farbige Glasuren.
Erdwärmetauscher
Der Erdwärmetauscher ist ein 25 - 45m langes HD-PE Kunststoffrohr DN 200 in mind.
1,5m Tiefe mit 2% Gefälle verlegt. Der Erdwärmetauscher wärmt Außenluft von
z. B. -10° C auf +2° C vor, d. h. die Außenluft gelangt mit +2° C in den Wärmerückgewinner,
d. h. Ausnutzung der Erdwärme. Durch den Einsatz des Erdwärmtauschers wird
kaum noch Luft mit Minustemperaturen in den Wärmetauscher gelangen, wodurch die
Abtauvorrichtung fast nie aktiviert wird. Im Sommer dient der Erdwärmetauscher
der Kühlung warmer Sommerluft; dabei fällt Kondenswasser an, welches über 2%
Gefälle in eine Abwasserleitung im Keller abgeleitet wird (Siphon), oder bei
einem nicht unterkellerten Gebäude in einen dafür vorgesehenen Sickerschacht.
Estrich
Fast jede Massivdecke eines Hauses weist starke Unebenheiten auf. Vor dem
Verlegen von Fliessen oder anderen Bodenbelägen müssen diese Unebenheiten
egalisiert werden. Um dies zu erreichen werden sogenannte Estriche eingebrach.
standardmäßig werden heute Zementestrich verwendet. Zementestrich bindet nicht
sehr schnell ab, d.h. er bleibt lange ;flüssig;. Schneller abbindend
ist der sog. Anhydritestrich, Gusasphaltestrich oder kunstharzgebundene
Materialien. Bis 1960 war der Magnesiaestrich die am meisten verwendete
Estrichform. Dieser wird auch Holzsteinestrich genannt. Letzterer ist aus
wohnklimatischen Gründen der Beste. Ebenfalls völlig giftfrei ist zudem der
Lehmestrich, haber kaum ein Handwerksbetrieb ist derzeit noch in der Lage,
dieses Material fachgerecht zu verlegen, zudem benötigt Lehm bis zu 12 Wochen
zum austrocknen. Wohnbiologisch ist Lehm einwandfrei und natürlich. Um Schallbrücken
zu vermeiden wird Estrich schwimmend verlegt, d.h. er hat keinen direkten
Kontakt zum Unterboden oder den Seitenwänden. Besonderes Augenmerk ist auf die
Austrockenzeit des Estrichs zu legen. Bei dichten Bodenbelägen wie Parkett muß
die Rechtfeuchte des Estrichs unter 2 Prozent betragen. Da Estriche meißt mit
Wasser angerührt sind, muß dieses Wasser gut austrocknen können. Nachdem der
Estrich aufgebracht wurde sollte er also 7 bis 14 Tage trocknen können. Während
dieser Zeit soll gut gelüftet und mäßig geheizt werden.
Der Estrich ist der maßgebende Teil des Fußbodenaufbaus.
Er gleicht Höhendifferenzen der Rohdecke aus und bildet einen ebenen Untergrund
für den abschließenden Bodenbelag. Es wird nach Baustellen- und
Fertigteil-Estrichen unterschieden. Beide Systeme haben ein mineralisches Gerüst
und werden nach der Art des jeweils verwendeten Bindemittels unterteilt:
Expandiertes Polystyrol - EPS
Zur EPS-Herstellung wird das Polystyrol
zweistufig mit Wasserdampf und Pentan aufgeschäumt. Die Hälfte des Pentans
entweicht bei der Herstellung, der Rest im Gebrauch.
Im eingebauten Zustand emitiert der weiße, perlige Dämmstoff eine Reihe von organischen Verbindungen, deren Zusammenwirken unkalkulierbar ist. Die Styrolabgabe sinkt nach einigen Wochen auf etwa ein Prozent der maximal zulässigen Arbeitsplatzkonzentration.
Extrudiertes Polystyrol - XPS
Extrudiertes Polystyrol (XPS) macht etwa 10
Prozent der PS-Dämmstoffe aus
Zu den bisher genannten Umweltbelastungen kommt
beim extrudierten Polystyrol noch das Treibmittel dazu. In der Vergangenheit
wurden die ozonabbauenden vollhalogenierten FCKW eingesetzt, die nun durch
teilhalogenierte (H-FCKW) abgelöst wurden. Als Alternative sind bereits
FCKW-freie Platten erhältlich, die mit Butan, Pentan und Kohlendioxid behandelt
werden.
Im Unterschied zum expandierten Polystyrol bleiben die Treibgasgemische beim XPS zunächst in den kleinen Poren und dampfen von dort langsam aus. Das macht die Entsorgung des Kunststoffmülls sehr schwierig. Zu den Schadstoffen aus dem Polystyrol selbst mischen sich noch die Treibgase und belasten die Raumluft bei der Verarbeitung und im Gebrauch. Ohne Absaugvorrichtung sollten solche Platten keinesfalls geschnitten werden.
In der Anwendung kommt zur ausgezeichneten Dämmwirkung von XPS noch seine Beständigkeit gegen Nässe. Eine Kombination, die es für die Dämmung der Kelleraußenwände und für Flachdächer schwer ersetzbar macht. Für die Innendämmung und zur Isolierung haustechnischer Anlagen sollte XPS wegen der ausgasenden Schadstoffe aber vermieden werden.
E-Pumpen
Mit E-Pumpen sind z.B. Differenzdruck-Geregelte Pumpen
gemeint. Sie werden ebenfalls, nach dem maximalen Volumenstrom (V.) der in der
Heizungsanlage strömen soll, ausgelegt. Werden Heizkörper mit einer
Gesamtleistung (nach DIN4701) von 10 kW und einer Auslegungstemperatur von
70°/50° betrieben ergibt sich folgende Rechnung:
V. od. Q = 10kw (Q.n-Gebäude-Norm-Wärmebedarf) / 1,16 kWh
(Wärmekapazität von Wasser) / 20°C (Delta theta 70/50) = 0,43m³/h Es müssen also
bei maximaler Anforderung (-15° Außentemperatur) 430 Liter/Std. umgewälzt
werden. Als zweiter Faktor kommt die Förderhöhe dazu (Druckverlust, der durch
z.B.Rohrreibung,Einzelwiderstände entsteht) der von der Pumpe überwunden werden
muß, dass auch der letzte Heizkörper noch entsprechende Liter/Std. (kg/h)
bekommt. Der zweite Wert kann nur bei Neuanlagen bestimmt werden. Altanlagen
sind sehr schwer nachzurechnen und müssen geschätzt werden. Mit diesen zwei
Werten sucht man sich die entsprechende Pumpe (Leistungsdiagramm) aus. Innerhalb
dieser ausgesuchten Pumpen-Kennlinie kann diese Pumpe nun modulieren und den
optimalen Betriebspunkt finden. Wenn E-Pumpe, Rohrnetz und kV-Werte aufeinander
abgestimmt sind, sollte es niemals in der Anlage Rauschen (mit minimalem
Energieaufwand). Desweiteren finden immer häufiger leistungsorientierte Pumpe in
z.B. Brennwertkesseln Verwendung. Hat der Kessel hohe Anforderung wird parallel
dazu die Pumpe hochgefahren (100%) bei kleiner Anforderung kleine Pumpenleistung
(ab >30%).
Anmerkung: Wird der Volumenstrom
bei dem Beispiel von oben (430 kg/h) um 50% reduziert, ist die Wärmeleistung
(bei 210 kg/h) immer noch 86% also 8,5 kW. Verdreifacht man den Volumenstrom
z.B. auf 300% (1290 kg/h) ergibt sich nur eine (Mehr-)Wärmeleistung von 112%
also 11,2 kW. 80% aller Pumpen sind überdimensioniert und fressen jede Menge
Strom die keinerlei Nutzen mit sich bringt. Weniger ist mehr !!! Eine
Fußbodenheizung muß mit 5 Kelvin Spreizung bei gleicher Heizleistung die
vierfache Menge (gegenüber Heizkörpern mit 70/50°C ) an Volumenstrom besitzen