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Faserzement
Feuchtequellen
Feuchtesperre
Feuchtigkeitspuffer
Feuerwiderstand
Fortluft
Förderprogramme
Funktionsflächen
First
Firstgratrolle
Flachheizkörper
Flachkollektoren
Flächenheizungen
Frostgrenze
Fugendurchlasskoeffizient
Fußbodenheizungen im Trockenbau
Fundament

Faserzement
Faserzement ist ein künstliches Material, das aus pflanzlichen und glasigen (synthetischen) Faserstoffen besteht, dem steinige (mineralische) Bindemittel beigemengt werden. Es wird als Material für die Hausdacheindeckung und zur Wandverkleidung bei hinterlüfteten Fassaden verwendet. Faserzementplatten sind dicht, bruchsicher und leicht, aber nicht sehr alterungsbeständig.

Feuchtequellen
Unter Feuchtequellen in einer Gebäudehülle versteht man die Zonen, in denen zusätzliche Feuchte (Bad, Dusche, WC, Küche, Waschraum etc. ) in die Raumluft abgegeben wird. In einem normalen Haushalt (4 Personen) können dies bis zu 14 Liter pro Tag sein.

Feuchtesperre
Als Feuchtesperre wird üblicherweise eine auf dem Fundament verlegte Bitumenbahn verwendet. Sie funktioniert als Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit von unten ins Mauerwerk, was Schimmelpilze, Salpeter, Stockflecken und schadhaftes Mauerwerk zur Folge haben würde. Auf die Bitumenbahn wird in einem Mörtelbett die erste Lage Mauersteine (Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein) gemauert. Bitumenpappe wird auch bei Wänden auf der Geschossdecke eingelegt sowie beim Einbau von Fenstern und Rollladenkästen.

Feuchtigkeitspuffer
In einem Raum kann durch Duschen oder Kochen kurzzeitig hohe Raumfeuchte entstehen. Diese wird nicht sofort über Diffusion oder Lüftung abgebaut, sondern teilweise von Teppichen, Tapeten, Putzen, Möbeln etc aufgenommen. Da diese Feuchteaufnahme nur oberflächlich geschieht, wird die Feuchtigkeit bei nächster Gelegenheit durch Lüftung wieder an die Raumluft abgegeben.

Feuerwiderstand
Baustoffe werden nach ihrem Brandverhalten in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Dabei kann ein und derselbe Baustoff je nach seiner Verarbeitung und Dicke in verschiedene Feuerwiderstandsklassen eingestuft werden. Ziegel und Porenbeton-Bauteile sind z.B. in den Feuerwiderstandsklassen nicht brennbar, feuerbeständig und sogar hochfeuerbeständig zu finden.

Fortluft
Ist die belastete Luft, die aus dem Hause abgesaugt und entwärmt (über eine Wärmerückgewinnung oder eine Wärmepumpe) wurde und dann ins Freie befördert wird.

Funktionsflächen
Die Funktionsflächen dienen der Unterbringung zentraler betriebstechnischer Anlagen, z.B. für Abwasser, Wasser, Heizung, Gas, elektrischen Strom, Fernmelde-, Raumluft- und Fördertechnik, von Abfall- und Feuerlöschanlagen. (aus DIN 277)

First
First heißt der obere Abschluss des Steildaches eines Hauses, an dem die geneigten Dachflächen in einer Linie zusammenstoßen. Damit keine Feuchtigkeit in den Dachraum eindringen kann, wird der First mit speziell geformten Firstziegeln abgedeckt. Gleichzeitig muss eine gute Dachentlüftung gewährleistet sein.

Firstgratrolle
Die Firstgratrolle ist eine diffusionsoffene Kunststoffbahn zur Abdichtung des Firstes gegen Wasser und zur guten Entlüftung der Dachkonstruktion (siehe First).

Flachkollektoren
Siehe Solaranlagen: Flachkollektoren.

Flachheizkörper
Der Flachheizkörper besteht aus vom Heizmedium durchströmten Flächenelementen (Platten). Die einzelnen Wasserführungskanäle entstehen durch das punktförmige Verschweißen zweier profilierter Halbschalen. Die durch die Platten (Ausführung in ein-, zwei- oder dreireihiger Bauform) erreichte Wärmeleistung kann insbesondere durch das Aufschweißen von Konvektionsblechen (Lamellen) noch erhöht werden. Durch die flache Bauweise kann auf Nischen verzichtet werden, vorteilhafter Einbau besonders unterhalb von breiten Fensterflächen. Die Fertigung erfolgt als Flachheizkörper mit profilierter und glatter Vorderfront. Bei der Herstellung werden zwei aus Stahl-Bandblechen (in Radiatorenqualität von 1,25mm Wandstärke) hergestellte Halbschalen auf Spezialautomaten miteinander verschweißt. Ggf. werden rückseitig auf den wasserführenden Kanälen in einem weiteren Arbeitsgang noch Konvektorbleche aufgeschweißt. Weiterhin werden die Heizkörper mit in der Regel jeweils vier ½ Anschlüssen versehen (Vor- und Rücklauf, Entlüftung, Entleerung). Sämtliche Flachheizkörper erfahren vor der Fertiglackierung (Deckbeschichtung) eine Grundbeschichtung, deren Qualität in DIN 55 900 definiert ist.

Flächenheizungen
Flächenheizungen sind Niedertemperatur-Strahlungsheizungen, die ihre Wärme über großflächige Heizebenen (in der Regel die Raumumschließungsflächen) abgeben. Aus materialtechnischen Gründen liegen die Werte für die Oberflächentemperatur zwischen unter 30 und maximal 40°C. Die Wärme wird überwiegend über Strahlung abgegeben, als Heizmittel dient vorzugsweise Wasser, gelegentlich aber auch elektrische Energie. Bei Flächenheizungen unterscheidet man zwischen Deckenstrahlungs-, Fußboden- und Wandheizungen.

Förderprogramme
Förderprogramme von Bund und Ländern unterstützen Maßnahmen zur Energieeinsparung und den Einsatz erneuerbarer Energien. Informationen über Fördermaßnahmen enthalten die Broschüren „Jetzt erneuerbare Energien nutzen“ sowie „Wirtschaftliche Förderung“. Diese sind beim

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

zu bestellen sowie über die Förderdatenbank des BMWi im Internet unter http://www.bmwi.de erhältlich. Dort kann man sich auch über die aktuellen Förderprogramme des BMWi zugunsten von Energieeinsparung und erneuerbaren Energien informieren – beispielsweise über das neue Marktanreizprogramm, das 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm der Bundesregierung und die Energieeinsparberatung vor Ort.

Umfassende Informationen über bestehende Förderprogramme bietet auch der

Auskunft über das Förderprogramm Energieforschung und Energietechnologien erteilt des Weiteren der Projektträger Biologie, Energie, Umwelt unter folgender Anschrift:

Frostgrenze
Eindringtiefe des Frostes in die Erde und in Bauteile bis zur Null-Grad-lsotherme. Die durchschnittliche Frosttiefe in Deutschland beträgt 80 cm, die maximale 1 m.

Fugendurchlasskoeffizient
Er gibt an, wie dicht eine Fenster- oder Türfuge sein muss. Je stärker der Winddruck ist, dem die Fuge ausgesetzt ist, desto mehr Wärme geht durch eine undichte Fuge verloren. Da der Winddruck mit der Höhe des Hauses zunimmt, müssen die Fugen von hohen Häusern besser gedichtet sein als bei niedrigen Häusern (siehe Druck).

Fußbodenheizungen im Trockenbau
Bei Fußbodenheizungen wird neben der systembedingt großen Wassermenge auch eine große Fläche aufgeheizt. Deshalb können diese Systeme i.d.R. nur langsam auf plötzliche Temperaturänderungen der Umgebung reagieren. Weniger stark wirkt sich dieser Effekt bei Fußbodenheizungen in Gebäuden mit Trockenbauweise aus. Sie reagieren rascher auf Temperaturveränderungen, weil hier der Estrich als Wärmespeicher wegfällt. Im Unterschied zu den klassischen Fußbodenheizungen werden, je nach Oberboden, statt des üblichen Fließ- oder Zementestrichs beispielsweise Trockenestrich-Elementplatten eingesetzt. Mit ungefähr 40 bis 60 mm inklusive Bodenbelag fällt die Aufbauhöhe deutlich niedriger aus als bei Systemen mit im Heizestrich integrierten Rohren.
Bei der Fußbodenheizung werden die wasserdurchströmten Heizrohre im Boden eingebettet, wobei über den Rohren eine Schicht Estrich mit einem entsprechenden Bodenbelag und unterhalb eine Abdeckung als Dampfsperre, eine Wärmedämmschicht sowie die tragende Decken- oder Betonkonstruktion angeordnet sind. Aufgrund dieser hohen Speichermassen weisen diese Heizflächen besonders im Vergleich zu Flachheizkörpern ein sehr träges Regelverhalten auf. Haupt-Einsatzgebiet der Warmwasser- bzw. Niedertemperatur- Fußbodenheizung ist der Ein- und Zweifamilien-Wohnbau, weitere Anwendungsgebiete sind auch Sport- und Mehrzweckhallen, Museen, Kirchen, Schwimmhallen oder Umkleideräume etc.. Bei der Mischinstallation von verschiedenen Heizflächen in einer Anlage wird die Fußbodenheizung üblicherweise zur Deckung der Grundlast eingesetzt, während schneller regelbare Heizflächen die Spitzenlast abdecken. Die am häufigsten eingesetzten Systeme sind das Naß- und das Trockensystem, weitere Ausführungsformen sind Hohlraum- und Flachelementsysteme. Leichte Trockensysteme erreichen Aufheizzeiten von bis zu 2 Stunden, während die trägeren Naßsysteme deutlich längere Aufheizzeiten benötigen.Die gebräuchlichsten Verlegeformen der Heizrohre in den Fußböden sind die mäanderförmige, bzw. die ringförmige Verlegung - sowohl im Einrohr - als auch im Zweirohrsystem. Während die ringförmige Verlegung eine gleichmäßigere Temperaturverteilung über der Bodenfläche erzielt, ergibt sich bei der mäanderförmigen Verlegung ein Temperaturabfall von der einen zur anderen Raumseite. Diese Verlegart ist dann von Nutzen, wenn der Vorlauf direkt vor einer Außenwand angeordnet wird. Für die Wärmeagbabe an den zu beheizenden Raum ist vor allem die Oberflächentemperatur des Bodens maßgebend, die Wärmeabgabe durch den Fußboden erfolgt zu 2/3 als Strahlung und zu 1/3 durch Konvektion. Die Art des Fußbodenbelages bestimmt hierbei durch den jeweiligen Wärmeleitwiderstand die erforderliche Höhe der Heizmitteltemperatur, mit der eine bestimmte Oberflächentemperatur des Fußbodens erreicht wird. Am besten für eine Fußbodenheizung geeignete Bodenbeläge sind keramische Bodenbeläge oder Steinfliesen, die besonders günstige Wärmeleiteigenschaften aufweisen.

Fundament
Das Fundament trägt das darauf errichtete Bauwerk und verhindert, dass Erdbewegungen Risse im Mauerwerk verursachen. Es muss gegen Grund- und Sickerwasser geschützt sein und unterhalb der Frostgrenze des Erdreichs liegen, um ein Zusammenziehen bei Frost und eine Ausdehnung bei Tauwetter zu vermeiden (siehe Frostgrenze).

www.bauweise.net