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Gasbetonsteine
Gaube
Gipsbauplatten
Geothermie
Geothermische Anlagen
Gesundheitsgefährdung
Gift
Glasvorbauten
Glasuren
Glanzabbau
Gleichstromventilatoren
Gliederheizkörper
Gußasphaltestrich
g-Wert
Grenzwert
Grauwassernutzung
Grundwassergefährdung
Gußradiatoren
Gasbetonsteine
Ytong / Hebel-SteinGasbetonsteine ähneln Kalksandsteinen, sind aber meist größer und
wesendlich leichter. Das Material ist großporiger. Erstmals hergestellt wurde
Potenbeton 1918 in schwedischen Laborversuchen durch Erikson. Zur Herstellung
wird mehlfeingemahlener Zement, Kalk, Quarzsand, Hochofenflugasche und Flugasche
verwendet.Auch andere feinkörnige kieselsäurehaltigen Stoffe sind verwendbar.
Zusatzstoffe sind Anhydrit oder Gips. Die Rohbetonmasse wird dann mit Wasser und
Aluminiumpulver versetzt, letzteres reagiert mit Kalk und läßt Wassestoff
entstehen, welcher dann als Treibgas Poren bildet und den Grundstoff aufbläht.
Je mehr Luftporen entstehen, desto besser sind die Wärmedämmeigenschaften des
Endmaterials. Das Material wird dann in Formen gegossen. Gehärtet wird das
Matreial letztlich im Autoklaven bei ca. 200 Grad Celsius und anschließen
zugeschnitten.Da Porenbeton wie ein Schwamm Wasser aufnehmen kann muß er mit einem guten
Außenputz geschützt werden. Ebenso müssen wasserdichte Sockelputze verwendet
werden. Stehenes Wasser (Kellerbau) mag Gasbeton gar nicht.Die Verarbeitung von Gasbetonsteinen kann zudem baubiologisch kritisch
werden, wenn Kleber verwendet werden die toxische Lösemittel, also giftige
Stoffe enthalten. Aus ökologischer Sicht und aufgrund des geringen
Energieaufwandes bei der Herstellung kann Gasbeton für Außenwände empfohlen
werden. Kritische Zuschläge sind jedoch zu beachten. Kritisch ist der
Flugascheanteil und der Kleber bei der Verarbeitung. Im Innenbereich
sollte ein Material mit einer höheren Wärmespeicherfähigkeit verwendung
finden.Im Passivhausbau kommt Porenbeton Dank seiner hervorragenden Dämmeigenschaften
bei 30 cm dicken Außenwänden mit einer von Hebel entwickelten Dämmplatte auf
eine U-Wert von 0.14 W (m²K), der Hebel-Stein selbst bei 30 cm Dicke auf 0.28
W(m²K) (Bauwissen aktuell 2002 ISBN 3-9808177-0-9)
Gaube
Ein Dachaufbau für ein stehendes Fenster ist
eine Gaube (auch: Gaupe). Es gibt z.B. Fledermaus-, Satteldach-, Spitzdach- oder
Walmdachgauben. Es ist zu bedenken, dass jeder zusätzliche Aufbau ohne
geeignetes Deckmaterial komplizierte Eindeckungen nötig macht und einen
Angriffspunkt für die komplexe Außenhaut darstellt.
Gipsbauplatten
Gipsbauplatten werden als Baumaterial für
nichttragende Innenwände oder zur Verkleidung bei Renovierung, Um- oder Ausbau
verwand. Neben ihrer unkomplizierten Montage ohne Spezialwerkzeug bieten sie
eine Reihe weiterer Vorteile: Sie können sofort gestrichen, tapeziert oder
gefliest werden, erlauben eine flexible Raumgestaltung und auch die Aufnahme von
Ver- und Entsorgungsleitungen ist möglich.
Geothermie
Nutzung der Wärme im Erdinneren zur Erzeugung
von Strom oder Heizwärme. In Gegenden, in denen heiße (Thermal-) Quellen
vorkommen, können diese zur Dampferzeugung genutzt werden, sofern die
Temperatur des Wassers hoch genug sind. Anderenfalls kann das heiße Wasser
direkt z.B. in ein Nahwärmenetz eingespeist werden. Bei Thermalquellen ist auch
eine Mehrfachnutzung als Heilquelle (Thermalbad) und danach als Wärmequelle möglich.
Beim &Hot-Dry-Rock&-Verfahren wird in trockene, aber warme
Gesteinsschichten Wasser gepreßt, das an anderer Stelle erhitzt wieder zu Tage
tritt und je nach Temperatur zur Heizung oder Stromerzeugung genutzt werden
kann.
Geothermische Anlagen
Die Erdwärme ist eine praktisch unerschöpfliche
Energiequelle. Geothermische Anlagen nutzen die Erdwärme in der Regel zu
Heizzwecken, aber auch zur Erzeugung elektrischer Energie. Eine in die Erde
eingebrachte Sonde führt die Erdwärme zur Nutzung an die Oberfläche. Da die
Temperatur der Erdkruste mit der Tiefe zunimmt, wird ab einer Sondentiefe von
ca. 1000m keine Wärmepumpe mehr benötigt.
Gesundheitsgefährdung
Eine Gesundheitsgefährdung kann passiv und
aktiv hervorgerufen werden. Passiv: z.B. durch Einatmen von gasförmigen,
gesundheitsschädlichen Stoffen sowie von fibrosen Feinstäuben, durch die
Nahrungsaufnahme, durch radioaktive Strahlung, durch allgemeinen Lärm, durch
den Straßenverkehr. Aktiv: z.B. durch Freisetzung von gesundheitsschädlichen
Gasen, Lösungen und anderen Produkten, durch Gewaltanwendung. All diesen
Faktoren ist gemeinsam, dass sie äußere und/oder innere Schäden am Körper
des Menschen verursachen können.
Gift
Unter Gift versteht man Stoffe, die im lebenden
Organismus zu einer spezifischen Erkrankung (Vergiftung) mit Funktionsstörungen,
bleibendem Gesundheitsschaden oder Todesfolge führen. Dabei ist die Gefahr,
dass ein Stoff als Gift wirkt, in hohem Maße von der Dosis abhängig.
Glasvorbauten
Verglaste Windfänge oder Wintergärten werden
als Glasvorbauten bezeichnet. Werden sie beheizt, so geht aufgrund der generell
geringen Wärmedämmeigenschaft von Glas viel Wärme verloren. Bleiben sie
jedoch unbeheizt, fungieren sie als Dämmung und senken die Wärmeverluste der
dahinter liegenden Räume und nutzen tagsüber den Treibhauseffekt (siehe
Treibhauseffekt).
Glasuren
Oberflächen-Glasuren bilden bei gebrannten
Tondachziegeln eine glänzende Oberfläche. Sie bieten eine noch größere
Resistenz der Dachziegel gegenüber aggressiven Umweltbelastungen, saurem Regen,
Verschmutzungen (siehe Tondachziegel). Zudem verhindern sie eine schnelle
Vermoosung und stoppen einen frühzeitigen
Glanzabbau
(siehe Engoben).
Gleichstromventilatoren
Ist eine Motorenklasse, die aufgrund
ihrer Bauart einen sehr geringen Gesamtstromaufnahme aufweist. Diese
Motorenklasse ist für den Betrieb von hocheffizienten Wohnraumlüftungsgeräten
in der Zukunft unablässlich.
Gliederheizkörper
Gliederheizkörper sind eine zu den ältesten Bauformen
gehörende Ausführungsart von Raumheizkörpern, die oft auch als Radiatoren
bezeichnet werden. Die Fertigung der aus einzelnen mit wasserführenden Kanälen
versehenen Glieder erfolgt aus Grauguß oder Stahl. Die Verbindung der einzelnen
Glieder zu Heizkörperblöcken erfolgt bei Gußradiatoren durch Schraub-Nippel und
bei Stahlradiatoren meist durch Schweißen. Die Anpassung an den Wärmebedarf wird
durch die Ausführung in verschiedenen Bauhöhen und -tiefen sowie durch das
Zusammennippeln einzelner Glieder bzw. Blöcke realisiert.
Gußasphaltestrich
wird aus Bitumen gewonnen, also aus Erdöl. Bitumen ist äußerst kritisch,
da er sehr viele toxische Bestandteile enthält und im Verdacht steht,
krebserregend zu sein. Trotzdem wird er immer noch im Hausbau eingesetzt, da er
warm ausgebracht wird (vergl. Teer im Straßenbau) und nach dem Abkühlen sofort
betreten werden kann. Für Innenräume ist von diesem Material nur abzuraten
obwohl viele Bauherren sich aufgrund der technischen Eigenschaften für dieses
Material begeistern lassen.
g-Wert
Er gibt an, wie viel Energie durch eine
Glasscheibe dringt und wird in Prozent angegeben. g = 100 % ist ein offenes,
unverglastes Fenster, g = 0 % eine geschlossene Wand. Die g-Werte
unterschiedlicher Glaskonstruktionen können zwischen 44 % und 82 % schwanken.
Der g-Wert ist wichtig für die Berechnung des äquivalenten k-Wertes. Er berücksichtigt
sowohl den Wärmeverlust als auch den solaren Wärmegewinn einer Verglasung.
Grenzwert
Höchstgrenze für die als noch zumutbar
erachtete und damit noch zulässige Schadstoffbelastungen der Umwelt und
Belastungen des Menschen aufgrund gesundheitsgefährdender Einflüsse. Das
Verfahren für die Festlegung von Grenzwerten ist ebenso umstritten wie viele
Grenzwerte selbst, da z.B. Wissenschaftler unterschiedliche Einschätzungen der
Schädlichkeit bestimmter Schadstoffe treffen.
Grauwassernutzung
Grauwassernutzung ist die Wiederverwendung des
Brauchwassers (Handwasch-, Dusch-, Bade- und Waschmaschinenwasser) zur
Toilettenspülung, um Trinkwasser zu sparen. Das Brauchwasser fließt über die
separate Zuleitung in einen Speichertank, in welchem die mitgeführten Schmutz-
und Schwebstoffe durch ein Filtrationsverfahren mechanisch entfernt werden. Das
so vorgereinigte Wasser wird dann in den Vorratsbehälter befördert, in welchem
ein Tauchstrahler mit einer speziellen UV-Strahlung fotobiologische bzw.
fotochemische Prozesse auslöst, die zur Abtötung vorhandener Bakterien führen.
Ein selbstreinigendes System gewährleistet eine dauerhaft hohe
Strahlungsintensität der UV-Lampe. Bei Betätigung der WC- und Urinalspülung
wird das filtrierte und keimbehandelte Wasser durch eine elektronisch gesteuerte
Pumpe automatisch über die separate Zuleitung in die Spülkästen nachgespeist.
Sowohl der Speichertank als auch der Vorratsbehälter werden durch ein
vollautomatisches Rückspülverfahren gereinigt.
Grundwassergefährdung
Stoffe oder deren Reaktionsprodukte, die
geeignet sind, das Grundwasser zu verunreinigen oder sonst wie in seinen
Eigenschaften nachteilig zu verändern, stellen eine Grundwassergefährdung dar.
Derart kontaminiertes Grundwasser entspricht nicht mehr den Anforderungen für
Trinkwasser und kann nur noch als Brauchwasser benutzt werden.
Gußradiatoren
Gußradiatoren sind
besonders korrosionsfeste, aus einzelnen mit Gewindenippeln verbundenen
Gußgliedern bestehende Raumheizkörper. Die äußeren geometrischen Abmessungen der
verschiedenen Varianten sind in der DIN 4703 festgelegt. Mittels eines
Metallmodelles wird das Einzelglied in einem Ober- und Unterkasten abgeformt.
Damit eine besonders glatte Oberfläche gewährleistet werden kann, kommt ein
feinkörniger Formsand zum Einsatz. Der Wasserraum des Radiatorgliedes wird durch
das Einlegen eines Kernes in die Form abgebildet. Ein auf das Einsatzgebiet
abgestimmtes Spezial-Gußeisen füllt letztendlich die Form und erzeugt das Glied
mit fest definierten Wandstärken.