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Handtuch-Radiator
Heizarbeit
Heizenergiebedarf
Heizkörperregelung
Heizkostenabrechnung
Heizkurve
Heizleistung
Heizregister
Heizsystem
Heizwärmebedarf
Heizwert
Heizzahl
Hintermauerwerk
Hohlblocksteine
Holzschindeln
Holzwolleleichtbauplatten
Holzweichfaserplatten
Hüllfläche
Hüttensteine
Hydrationswärme
hydrophob
hygroskopisch

Handtuch-Radiator
Handtuch-Radiatoren sind besonders zum Einbau im Badbereich und hier aufgrund ihrer Konstruktion neben der Erwärmung des Raumes auch zur Vorwärmung von Handtüchern geeignet (hierdurch jedoch Verminderung der Wärmeleistung). In der einfachsten Form bestehen diese Radiatoren aus einem aus Vierkantrohren zusammengeschweißten Rahmen, in dem die Präzisionsstahlrohre waagerecht angeordnet sind (Rahmentiefe 30mm, Rahmenbreiten 450 ... 1000mm, Bauhöhen 750, 1200, 1800mm). Alternativ sind die unterschiedlichsten Designbauformen erhältlich, so können die Radiatoren z.B. aus gliedförmigen runden Einzelelementen zusammengeschweißt sein oder aus Ovalrohren in verschiedenen Anordnungen bestehen. Für den Sommerbetrieb ist eine Eigenbeheizung mit einer Elektro- Heizpatrone möglich (für 230V und 400, 800, 1200W bei maximaler Erwärmung des Wassers im Radiator auf 70°C). Die Überwachung der Temperatur erfolgt dann durch einen eingebauten Thermostaten.

Heizarbeit
Als Heizarbeit bezeichnet man die Gewichtung der Heizleistung in einem bestimmten Temperaturbereich (z.B. zwischen -15 und -10°C) mit der Stundenhäufigkeit dieser Temperaturen. Sie stellt direkt die erforderliche Wärmemenge und damit auch gleichzeitig die Brennstoffmenge dar, die zur Deckung des Heizbedarfs in diesem Temperaturbereich erforderlich ist.Die Verteilung der Heizarbeit über die verschiedenen Temperaturbereiche verdichtet sich zwischen -5 und +10°C, wobei die insbesondere im Bereich zwischen 0 und +5°C ein Maximum der zu leistenden Heizarbeit anfällt. Der mittlere Betriebspunkt liegt für die durchschnittlichen meteorologischen Bedingungen innerhalb Deutschlands bei +2°C. Daher sind sowohl die Wirtschaftlichkeit des Heizkessels als auch alle umweltrelevanten anlagentechnischen Gesichtspunkte in diesem Temperaturbereich von ganz besonderer Bedeutung.

Heizenergiebedarf
(EnEV) Energiebedarf, die für die Gebäudeheizung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfs und der Verluste des Heizungssystems aufgebracht werden muss.
Verluste des Heizungssystems treten bei der Wärmeübergabe, der Wärmeverteilung, der Wärmespeicherung und der Wärmeerzeugung auf. Diese Verluste werden in einer Anlagenaufwandszahl zusammengefasst. Eine kleine Aufwandszahl kennzeichnet ein energetisch günstiges Heizungssystem.

Heizkörperregelung
Große Gebäude, deren Teile unterschiedlich genutzt werden, unterteilt man zur wirtschaftlichen und energiesparenden Beheizung in einzelne Heizkreise. Hierbei hat jeder Heizkreis einen eigenen Vor- und Rücklauf vom Heizkessel zu den Heizkörpern und lässt sich getrennt regeln.

Heizkostenabrechnung
Eine getrennte, verbrauchsorientierte Abrechnung ist bei Häusern mit mehreren Mietparteien vorgeschrieben.

Heizkurve
Die Verlustwärme des Gebäudes wird von den Heizflächen ersetzt. Die Temperaturdifferenz von der Heizfläche zum Raum ist hierbei die funktionelle Größe. Bei Zugrundelegung konstanter Raumverhältnisse ist es somit die Heizflächentemperatur, die in Abhängigkeit zur Außentemperatur steht. Die Heizfläche gibt ihre Wärme in Form von langwelliger (Wärme-) Strahlung und durch Kontakt mit der vorbeistreichenden Luft ab (konvektive Wärmeübertragung). Die Anteile dieser Mechanismen verschieben sich bei verschiedenen Temperaturen, so daß der Temperaturverlauf nicht geradlinig, sondern gekrümmt verläuft. Dieser Temperaturverlauf wird als Heizkurve bezeichnet. In der Regel bezieht sich die Heizkurve auf die Vorlauftemperatur der Heizfläche, bzw. auf die Eintrittstemperatur des Heizwassers, das sich durch Wärmeabgabe an den Raum abkühlt und mit der Rücklauftemperatur wieder dem Heizkessel zugeführt wird. Je höher die Wärmeabgabe ist, desto niedriger ist auch die Rücklauftemperatur bzw. desto größer ist die Temperaturspreizung (Temperaturdifferenz Vorlauf / Rücklauf). Die Auslegung der Heizanlage wird üblicherweise so vorgenommen, daß am kältesten Tag eine Spreizung von 15°C anliegt, entsprechend einer Vorlauftemperatur von 75°C und einer Rücklauftemperatur von 60°C. Die mittlere Heizflächentemperatur liegt dann bei 67°C. Bei Ansteigen der Außentemperatur auf 0°C ist gemäß der beispielhaft abgebildeten Heizkurve nur noch etwa die Hälfte der Heizleistung erforderlich, was neben der Absenkung der mittleren Heizflächentemperatur auf ca. 50°C zusätzlich eine Reduzierung der Spreizung auf die Hälfte des Ursprungswertes (7°C) bedeutet. Die jetzt anliegende Vorlauftemperatur beträgt damit 50+3,5°C=53,5°C, die Rücklauftemperatur 50-3,5°C=46,5°C.
Das Regelsystem übernimmt nach Einstellung der jeweiligen Heizkurve die Steuerung und Regelung der jeweils erforderlichen Vorlauftemperatur automatisch. Moderne Regelsysteme passen die Heizkurve sogar selbständig den sich ändernden Anforderungen an.

Heizleistung
Die Heizleistung ist eine Funktion der Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außentemperatur. Da die Innentemperatur auf einen konstanten Wert gehalten werden soll, bestimmt allein die Außentemperatur den Heizleistungsbedarf. Für die Planung des Heizsystems, vor allem für die Dimensionierung des Heizkessels und der Heizflächen ist der Bedarf am kältesten Tag wichtig. Dieser liegt als 2-Tage-Mittelwert bei -12 bis -15°C. Der Zusammenhang zwischen Heizleistung und Außentemperatur ist linear, der Maximalwert der Heizleistung (Norm-Wärmebedarf) wird nach DIN 4701 berechnet bzw. bei Altbauten entsprechend der Bausubstanz abgeschätzt. Die Kesselleistung sollte mindestens der erforderlichen maximalen Heizleistung entsprechen, wobei moderne Niedertemperatur- und Brennwert-Heizkessel auch ohne Einbuße ihrer Wirtschaftlichkeit leistungsgrößer gewählt werden können. Dies vor allem vor dem Hintergrund einer komfortablen Warmwasserbereitung, was aufgrund der niedrigen Wärmeverluste hochwärmegedämmter Gebäude für die Auswahl der Kesselgröße zumindest im Ein- und Zweifamilienhausbereich das heute ausschlaggebende Kriterium ist.

Heizregister
Ein Heizregister wird in die Zuluftleitung eingebaut, und dient dazu die Zuluft bei Bedarf nachzuerwärmen. Dies kann entweder durch den Einsatz eines Elektrolufterhitzers oder eines Warmwasserheizregisters geschehen.

Heizsystem
Zentrale Heizsysteme weisen zwar verschiedene Ausführungsvarianten auf, lassen sich jedoch immer auf eine Grundform zurückführen. Diese besteht aus einer Wärmezentrale mit der Funktionsgruppe Wärmeerzeuger, also in der Regel dem Heizkessel und der Warmwasserbereitung, dem Wärmeverteilsystem mit dem gesamten Rohrnetz einschließlich aller notwendigen Aggregate und Armaturen sowie den Raumheizflächen.

Heizwärmebedarf
(EnEV) Die Wärmemenge, die von dem Heizsystem (Heizkörper) dem Raum bzw. dem Gebäude zur Verfügung gestellt werden muss, um die entsprechende Raumtemperatur aufrecht zu halten.
Die Größe wird durch die Bilanzierung von Wärmeverlusten (Transmission und Lüftung) und Wärmegewinnen (solare und interne) ermittelt und gekennzeichnet - unter Berücksichtigung definierter Nutzungsbedingungen - die wärmeschutztechnische Qualität der Gebäudehülle.

Heizwert
Brennstoffe bieten grundsätzlich mehr Energie an, als im praktischen Heizbetrieb auch genutzt wird. Als Maßstab der Höhe dieser Brennstoffausnutzung wird in Deutschland der Heizwert des Brennstoffes herangezogen. Der Heizwert bezeichnet hierbei die bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffes, z.B. Erdgas oder Heizöl freiwerdende Wärme, die anschließend im Heizkessel zur Erwärmung des Heizwassers genutzt wird. Der in den Heizgasen enthaltene Wasserdampf wird bei der Nutzung des Heizwertes des Brennstoffes nicht kondensiert, d.h. er verläßt als Bestandteil der Abgase den Heizkessel im dampfförmigen Zustand. Mit Abgas bezeichnet man hierbei die Heizgase am Kesselende, die nicht weiter zur Heizwassererwärmung genutzt werden. Sie werden mit ca. 160°C in den Schornstein abgeführt, so daß eine Kondensation des Wasserdampfes in den Abgasen vermieden und der thermische Auftrieb der Abgase im Schornstein gesichert wird. Die in den Abgasen enthaltene und nicht weiter genutzte Restwärme wird hierbei als Abgasverlust bezeichnet. Im Unterschied zum Heizwert wird bei der Nutzung des Brennwertes eines Brennstoffes zusätzlich der in den Heizgasen enthaltene Wasserdampf kondensiert. Der Bezug auf den Heizwert bei der Darstellung der Brennstoffausnutzung im Normnutzungsgrad resultiert aus der vor der Einführung der Brennwerttechnik praktizierten bewußten Vermeidung der Kondensation des Wasserdampfes in den Heizgasen. Dies geschah vor allem, um Schornstein und Heizkessel vor Feuchteanfall und damit vor Schäden zu schützen.

Heizzahl
Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen wird in der Heizzahl angegeben. Physikalisch korrekt ist ein Wirkungsgrad stets kleiner als 100%. Eine Wärmepumpe gibt aber mehr Wärme ab, als in der zugeführten Energie vorhanden ist. Gibt sie 50% mehr Wärme ab, als in der zugeführten Energie enthalten ist, so ist die Heizzahl 1,5 (siehe Wärmepumpe).

Hintermauerwerk
Beim zweischaligen Mauerwerk ist die hintere Mauer die tragende Wand, während die Vormauer (meist Klinkerziegel oder Verblender) den Witterungsschutz übernehmen. Zwischen beiden Wänden ist entweder ein Dämmstoff oder eine Luftschicht, die den Wärmeschutz übernimmt (siehe Kerndämmung).

Hohlblocksteine
Großformatige Mauersteine mit großen Lochungen, beispielsweise aus Leichtbeton oder Kalksandstein. Da sie einen geringen Wärmeschutz bieten, werden sie üblicherweise nicht im Wohnungsbau verwendet.

Holzschindeln
Schindeln aus natürlichem Holz zur Eindeckung von Gebäuden oder zur Verkleidung von Mauerwerk (auf Lattungen angebracht). Man findet sie vorwiegend im ländlichen Bereich bei Bauernhäusern, Almhütten, Ställen etc. Holzschindeln sind ein natürlicher Baustoff, aber bedürfen aufwendiger Pflege und Wartung, da sie schnell unter den aggressiven Einflüssen der Witterung leiden.

Holzwolleleichtbauplatten
Holzwolle wird, mit einem Bindemittel versetzt, zu leichten Platten im Format 0,5 x 2 m und bis zu 10 cm Dicke gepresst. Diese Platten sind ausgezeichnet als Wärmedämmung und zum Verputzen geeignet. Sie sind leicht zu verarbeiten und zu befestigen und werden vor allem im Außen-, Keller- und Dachbereich verwendet.

Wie werden Holzwolleleichtbauplatten hergestellt? Welche Eigenschaften haben sie?
Holzwolleleichtbauplatten bestehen aus langfaserigen Fichten- oder Kiefernholzwolle, die durch Magnesit oder Zement gebunden wird. Die relativ schweren Platten erreichen einen sehr guten sommerlichen Wärmeschutz und haben eine stark schalldämmende Wirkung, allerdings ist die Wärmeleitfähigkeit mit lR=0,09 W/mK nur etwas besser wie Massivholz. Haupteinsatzbereiche als Putzträger und im Innenausbau z. B. (Schall-)Dämmung von leichten Trennwänden.

Rohstoffe: Längsgehobelte Holzwollefasern (Fichte, Linde für Akustikdeckenplatten); Bindemittel: Zement oder Magnesiumcarbonat, ca. 65 Masse-%; Imprägnierung: z. B. Bittersalz (gegen Verrottung)

Herstellung: Holzwolle wird mit Wasser angefeuchtet und mit Bindemitteln vermischt; anschließend wird das Gemisch in Formen eingestreut, verdichtet und gelagert; später entschalt, getrocknet und besäumt;

Einsatzbereich: Als Putzträger für Leichtbauwände, Leichtbaudecken und Dachschrägen; Wärme- und Schalldämmung (Akustikplatten); verlorene Schalung bei Betonbauteilen;

Eigenschaften: z. T. aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt (Primärenergiegehalt 100 - 300 Kwh/m3); beständig gegen Ungeziefer, Fäulnis, Schimmelbildung und UV-Strahlung; sehr guter sommerlicher Wärmeschutz, hohes Wärmespeichervermögen; muß aufgrund eines hohen Wasseraufnahmevermögens durch konstruktive Maßnahmen vor dauernder Feuchtigkeitseinwirkung geschützt werden (z. B. verputzen); Baustoffklasse B1 (schwer entflammbar); auch ohne zusätzliche Oberflächenbehandlung einsetzbar; hohe Staubentwicklung bei der Verarbeitung (Staubschutzfilter tragen); Wiederverwendung i. d. R. nicht möglich (Verbundkonstruktion), kein Recycling

Holzweichfaserplatten
Holzfaserdämmplatten werden aus Nadelholzabfall und Schwachhölzern mit dem holzeigenen Bindemittel Lignin hergestellt. Behandelte Platten werden als Konstruktionselemente in Verbindung mit anderen Dämmstoffen eingesetzt (z. B. diffusionsoffene Vollsparrendämmung). Holzweichfaserplatten haben einen mittleren Wärmedämmwert (lR=0,045 W/mK) und einen relativ hohen spezifischen Wärmespeicherwert, dadurch sind sie besonders für Leichtbaukonstruktionen geeignet. Im Innenbereich (z. B. als Trittschalldämmplatte) eingesetzte Platten, sollten nicht behandelt bzw. bituminiert sein. Holzfaserdämmplatten werden aus Nadelholzabfall und Schwachhölzern mit dem holzeigenen Bindemittel Lignin hergestellt. Behandelte Platten werden als Konstruktionselemente in Verbindung mit anderen Dämmstoffen eingesetzt (z. B. diffusionsoffene Vollsparrendämmung). Holzweichfaserplatten haben einen mittleren Wärmedämmwert (lR=0,045 W/mK) und einen relativ hohen spezifischen Wärmespeicherwert, dadurch sind sie besonders für Leichtbaukonstruktionen geeignet. Im Innenbereich (z. B. als Trittschalldämmplatte) eingesetzte Platten, sollten nicht behandelt bzw. bituminiert sein.

Rohstoffe: Resthölzer aus heimischen Sägewerken (Fichte, Tanne, Kiefer); weitere Inhaltsstoffe (nicht in allen Produkten enthalten):; Naturharz, Weißleim, Aluminiumsulfat; Bitumen-, Latex- oder Wachsemulsion (wirken wasserabweisend)

Herstellung: Nadelholzabfälle werden zerhackt und zerschnitzelt; Fasern werden mit Wasserdampf aufgeweicht; Beimischen der Zusatzstoffe in den Faserbrei; dieser wird zu Platten ausgerichtet und durch Unterdruck oder Pressen entwässert, danach endgültige Formgebung und Trocknung

Einsatzbereich: Boden-, Wand-, Dach- und Deckendämmung; diffusionsoffene Unterdachkonstruktion; Trittschalldämmung; schallschluckende Platten für akustische Zwecke

Zusammenfassung: Vorteile vor allem als konstruktive Bauplatte

Eigenschaften: Nachwachsender Rohstoff mit kurzer Prozeßkette (Primärenergiegehalt: 560 kWh/m3); keine Innenraumbelastung (bei unbehandelten Platten); feuchtigkeitsausgleichend; als reiner Dämmstoff in dicken Schichten teuer; kurze Transportwege (Herstellerbezogen); Baustoffklasse B2 (normal entflammbar); Rücknahme durch Hersteller, prinzipiell wiederverwendbar; viele konstruktive Vorteile; diffusionsoffener Aufbau möglich; sehr guter sommerlicher Wärmeschutz, guter Schallschutz

Hüllfläche
Die Hüllfläche ist die Summe aller Böden, Decken, Dächer, Fenster und Außenwände, die ein Haus gegen Außenluft, Erdreich und unbeheizte Räume, (z.B. Keller, Garage) begrenzt.

Hüttensteine
Aus körniger Schlacke und Bindemitteln hergestellte Bausteine.

Hydrationswärme
Wärme, die in Putzen und Beton beim Abbinden des Zements durch den durch Wasserzusatz hervorgerufenen chemischen Vorgang der Hydration entsteht.

hydrophob
Zu den hydrophoben Materialien zählen alle wasserabweisenden und nicht in wasserlöslichen Materialien, z.B. Lasuren, Imprägnierungen, Fluate, Schlämme und Zementfarben.

hygroskopisch
Hygroskopische Baustoffe saugen Feuchtigkeit auf (speziell aus der Luft) und binden sie. Sie werden als Trockenmittel verwendet.

www.bauweise.net