Lexikon - k |
a - b - c - d - e - f - g - h - i - j - k - l - m - n - o - p - q - r - s - t - u - v - w - xyz
Kalksandstein
Kanten und Flächen geneigter Dächer
Kapillarität
Kelvin
Kerndämmung
Kesselauslastung
Klebemörtel
Klimarahmenkonvention
Klimatisieren
Klinker
Koeffizient für solaren Wärmegewinn
Kohlendioxid
Kohlenmonoxid
Kohlenstoff
Kohlenwasserstoff
Konterlattung
Kondensat
Kondensation
Kondensationsschäden
Kondenswasser
Konstruktions-Grundfläche
Konvektion
Konvektorheizungs
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kraft-Kälte-Kopplung (KKK)
Kreuzstromwärmetauscher
Künstlicher Baustoff
k-Wert
kWh
kW
Kalksandstein
Kalksandstein wird unter Einsatz geringen
Energiebedarfs aus den natürlichen Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser
hergestellt. Es gibt verschiedene Rohdichten und Druckfestigkeitsklassen für
tragendes und nichttragendes Mauerwerk, vom Kleinformat über den großformatigen
Systembau bis zu vorgefertigten Mauertafeln. Mit Handvermauerung oder
Versetzhilfen kann das Kalksandstein-Mauerwerk rationell und kostengünstig
errichtet werden.
Rohstoffe:
Brandkalk, Quarzsand, Wasser
Herstellung:
Kalk und Sand werden mit Wasser vermischt; Härtung der Rohlinge bei 160
- 220°C in Dampfhärtekesseln
Einsatzbereich:
Für tragendes und nichttragendes Mauerwerk; häufig für Wohnungs- und
Haustrennwände wegen der sehr guten Schalldämmung eingesetzt; bei
Kalksandsteinaußenwänden ist zusätzliche Dämmschicht notwendig (außer bei
Kalksand-Leichtstein); für Sichtmauerwerk (außen) Kalksandstein-Vormauersteine
bzw. Kalksandstein-Verblender verwenden (frostbeständig)
Eigenschaften:
Keine Raumluftbelastung; gute Wärmespeicherfähigkeit und guter
Schallschutz (hohe Rohdichte); feuerfest ,wetterbeständig und grundwasserverträglich;
Herstellung und Verarbeitung unbedenklich; für Außenwände nur mit zusätzlicher
Dämmschicht möglich, dann aber relativ einfach Niedrigenergiehaus-Standard
(k-WertWand ca.
0,3 W/m2K) zu erreichen; notwendige Dämmstärke dazu ca. 12 cm mit
WLG 040; Kalksand-Leichtstein auch als einschaliges Mauerwerk; relativ schlanke
mehrschalige Wandaufbauten mit gutem Wärmedämmvermögen; Einsatz von
mechanischen Hebewerkzeugen aufgrund des hohen Gewichts zu empfehlen;
Installationsführung in der Wand möglichst in Sammelschächten oder als
Aufputzmontage (KS-Elektrokanal-Stein); i.d.R. kurze Transportwege zur Baustelle
Kanten und Flächen geneigter Dächer
Kanten und Flächen geneigter Dächer
![]() |
1 - Traufe 2 - First 3 - Grat 4 - Kehle 5 - Ortgang | a - Hauptdachfläche b - Walmfläche c - Giebel |
Kapillarität
Zahlreiche Baustoffe (Ziegel, Beton,
Kalksandstein, Holz, Dämm-Materialien, Natur- und Kunststein) enthalten
Kapillaren genannte Poren, die Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten können.
Aufgrund dieser Kapillarität zeigen diese Stoffe hygroskopische (siehe
hygroskopisch) Eigenschaften. Sie sind atmungsaktiv, dampfdurchlässig und
diffusionsfähig. Glas und Metall hingegen wirken wie Dampfsperren und lassen
den Wasserdampf kondensieren (siehe Kondensation).
Kelvin
Maßeinheit der absoluten Temperaturskala (K), benannt nach
dem britischen Physiker Sir William Thonwon, Lord Kelvin of Largs. 0 Grad K =
-273,15 Grad C. Wird in der Physik zum Berechnen von
Temperaturdifferenzen benutzt.
Kerndämmung
So heißt die Dämmschicht zwischen zwei Mauern,
z.B. beim zweischaligen Mauerwerk, das ein Hintermauerwerk mit
Klinkerverblendung besitzt (siehe Hintermauerwerk; siehe Verblendmauerwerk).
Zwischen diesen beiden Wänden befindet sich die Kerndämmung. Als Dämm-Material
kommen Stein- oder Mineralwollplatten oder entsprechendes Schüttgut in Frage.
Kesselauslastung
Die Heizleistung des am Heizkessel montierten Brenners ist in der Regel konstant auf den
Maximalbedarf zur Beheizung des Gebäudes (evtl. plus einem Zuschlag für die
Warmwasserbereitung) eingestellt. Dies würde am kältesten Tag eine
Brennerlaufzeit von 24 Stunden bedeuten, während bei 0°C nur etwa die Hälfte der
Kesselleistung notwendig ist, der Brenner also zwischendurch abschaltet. Die
Summe der Brennerlaufzeiten beträgt dann also auch etwa nur 12 Stunden pro Tag.
Aufgrund von Leistungsreserven kommt jedoch ein bei kältesten Außentemperaturen
durchlaufender Brenner in der Praxis nur selten vor. Die Grundaufgabe des
Regelsystems besteht darin, die heiztechnischen Kenngrößen Heizkurve und
Kesselauslastung entsprechend den gemessenen Außentemperaturen zu regeln und so
einen optimalen Betrieb der Anlage zu gewährleisten.
Klebemörtel
Der mörtelartige Kunststoffkleber erlaubt das
Verlegen von Fliesen, Natur- und Kunststeinen u.a. in einem vollständigen Bett,
das auch Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht. Gipsputze erhalten vor dem Mörtelauftrag
eine Spezialgrundierung. Im Außenbereich oder bei ständig feuchten Flächen
muss der Klebemörtel mit Zement versetzt werden.
Klimarahmenkonvention
Ein wichtiger
Bestandteil der Klimaschutzpolitik ist die Klimarahmenkonvention, die im Sommer
1992 in Rio de Janeiro von mehr als 150 Staaten gezeichnet wurde und im März
1994 in Kraft trat. Ziel der Konvention ist eine Stabilisierung der
Treibhausgaskonzentration in derAtmosphäre.
Auf der 3. Vertragsstaatenkonferenz zur Klimakonvention
wurde Ende 1997 das Kyoto-Protokoll verabschiedet, in welchem erstmals
rechts-verbindliche Begrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen für die
Industrieländer festgelegt wurden. Demnach sind die Industrieländer insgesamt
dazu verpflichtet, die Emissionen der im Protokoll festgelegten sechs
Treibhausgase um mindestens fünf Prozent bis zum Zeitraum 2008-2012 gegenüber
dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Die Europäische Gemeinschaft hat sich in
Kyoto eine Minderung von 8 Prozent zum Ziel gesetzt; im Rahmen der EU-internen
Lastenteilung ist Deutschland zur Senkung der sechs Kyoto-Gase um 21 Prozent
verpflichtet.
Auf der 4. Vertragsstaatenkonferenz in
Buenos Aires im November 1998 wurde des Weiteren ein Arbeitsplan für konkrete
Maßnahmen zur Komplettierung des Kyoto-Protokolls erstellt (u. a. Regelwerke für
den Handel mit Emissionszertifikaten). Auf nationaler Ebene strebt Deutschland
an, bis 2005 die Emissionen von Kohlendioxid gegenüber 1990 um 25 Prozent zu
mindern.
Klimatisieren
Luftheizungen lassen sich als Klimaanlage
ausbauen. Zur Klimatisierung gehört die Filterung der Luft, die Regelung der
Luftfeuchte und gegebenenfalls die Kühlung der Luft.
Klinker
Klinker sind Ziegel, die bei besonders hohen
Temperaturen gebrannt wurden und sich deshalb durch Härte und Dichtigkeit des
Materials auszeichnen. Ihre Beständigkeit gegen Verwitterung begünstigt die
Verwendung als Verblendmauerwerk (siehe Verblendmauerwerk). Als Vormauersteine können
sie mit Mörtel direkt mit der Hausmauer verbunden werden. Klinker kann man aber
auch als zusätzliche Schale mit einer etwa 6 cm dicken Luftschicht zwischen der
Hausmauer und dem Verblendmauerwerk einsetzen. Wichtig ist, dass Öffnungen
unten und oben im Verblendmauerwerk eine ausreichende Hinterlüftung ermöglichen.
Klinker sind in Farbabstufungen von rot über braun bis violett erhältlich. Die
Farben sind lichtbeständig, die unterschiedlichen Strukturen, besonders bei
Handformsteinen, eröffnen individuelle, reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten.
Koeffizient für solaren Wärmegewinn
Die Wärmeschutzverordnung berücksichtigt die
solar erzeugte Wärme. Sie schreibt vor, mit welchem Wärmegewinn jeweils bei Süd-,
Ost-, West- und Nordfenstern gerechnet werden kann. Die anzusetzenden Wärmegewinne
werden in der neuen Wärmeschutzverordnung durch Koeffizienten ausgedrückt.
Kohlendioxid
(CO2)
Kohlendioxid ist heute in den Mittelpunkt der
energiebedingten Emissionen gerückt; es entsteht bei jeder Verbrennung fossiler
Stoffe. Damit ist es untrennbar mit der Energiegewinnung aus fossilen
Brennstoffen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl verbunden. Kohlendioxid gehört zu den
Spurengasen in der Atmosphäre, die die Eigenschaft haben, für langwellige
Wärmestrahlen „undurchlässig zu sein; daher gilt es als Hauptverursacher des
Treibhauseffekts.
Kohlenmonoxid
(CO)
Kohlenmonoxid ist ein reiz-, farb- und geruchloses
Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht – vorwiegend bei schlecht
arbeitenden Feuerungen mit festen Brennstoffen, aber auch bei Öl- und
Gaskesseln. Eingeatmetes CO vermindert das Sauerstoff-Aufnahmevermögen des
Blutes und ist daher für den Menschen außerordentlich gefährlich, ab einer
bestimmten Konzentration sogar tödlich. Vor allem Kraftfahrzeuge emittieren
Kohlenmonoxid – immerhin über die Hälfte der jährlichen erzeugten 5.426
Kilotonnen gehen auf Kosten des Straßenverkehrs. Doch der Trend geht insgesamt
deutlich nach unten: So kann trotz des erheblichen Verkehrswachstums in
Deutschland bis 2005 mit einem bis zu siebzigprozentigen Rückgang der
Kohlenmonoxid -Emissionen gerechnet werden (Vergleichsjahr 1989). Die Gründe für
diese Entwicklung sind u. a. die Einführung des geregelten Drei-Wege-
Katalysators, die erhebliche Verbesserung der
Nutzfahrzeuge sowie die abnehmende Zahl der stark umweltbelastenden
Zwei-Takt-Fahrzeuge.
Kohlenstoff
(C)
Kohlenstoff ist ein nicht-metallisches chemisches
Element, das rein als Diamant, Graphit, Ruß, Kohle oder in Form von Verbindungen
wie Erdöl oder Erdgas, aber auch als einer der wichtigsten Bausteine von
lebenden Organismen jeder Art auftritt. Kohlenstoff kann sich mit fast allen
Elementen verbinden – insbesondere mit Wasserstoff (Kohlenwasserstoffe) und
Sauerstoff (Kohlenmonoxid, Kohlendioxid).
Kohlenwasserstoff
(CxHy)
Kohlenwasserstoffe sind organische Verbindungen, die aus
Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen und bei Verbrennungsprozessen Energie
freisetzen. Beispiele sind Gase wie Methan, Flüssigkeiten wie Erdöl und Benzin
sowie Feststoffe wie Paraffin.
Konterlattung
Die Konterlattung ist bei einer Verkleidung der
Wand oder Decke mit Bauplatten oder ähnlichem unbedingt erforderlich, um für
eine Hinterlüftung zu sorgen und um eventuelle Unebenheiten ausgleichen zu können.
Die Quereinlattung zum Einhängen der Dachpfannen heißt im Allgemeinen
Sprachgebrauch auch Konterlattung.
Kondensat
Kondensat aus der Luft:Trifft warme Luft auf kühlere
Flächen, schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an den Flächen
als Kondensat nieder. Allgemein wird häufig der Begriff
Schwitzwasser verwendet. Kondensat beim Heizen:
Zur Erhöhung der Energieeffizienz wird heute den Abgasen der Heizkessel Wasser
(Kondensat) entzogen (siehe Brennwerttechnik)
Kondensation
Trifft feuchte, warme Luft auf kältere Flächen,
schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Besonders gefährdete Räume sind Bad und
Küche. Der Grad der Kondensation kann durch die Auswahl von Baustoffen mit
hoher Atmungsaktivität gering gehalten werden (siehe Atmende
Baustoffe). Besonders in der Heizperiode sollte man auf Kondensatbildung vor
allem an den kühleren Außenwänden und in Zimmerecken achten, um
Feuchtigkeitsschäden, evtl. durch Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), frühzeitig
zu erkennen. Im Normalfall genügt es, täglich drei- bis viermal kräftig zu lüften.
Kondensationsschäden
Bei einem falschen Wandaufbau kann die Feuchte
in oder auf der Oberfläche der Bauteile kondensieren. Als Folge lässt die Dämmwirkung
nach, die Feuchtigkeit ist Nährboden für Schimmelbildung und die Feuchte kann
zum Zersetzen des Baustoffes führen. Regelmäßiges Lüften genügt im
Allgemeinen zur Verhinderung von Kondensationsschäden.
Kondenswasser
Bei der
Brennwert-Nutzung der Brennstoffe wird der Wasserdampfanteil in den Heizgasen in
den Nachschaltheizflächen des Heizkessels kondensiert und zur Erwärmung des
Heizwassers genutzt. Die theoretische hierbei freiwerdende Kondenswassermenge
ist berechenbar aus der Differenz Brennwert zu Heizwert und der
Verdampfungswärme des Wassers. Die tatsächlich freiwerdende Menge ist aber
geringer und hängt sowohl von bestimmten Konstruktionsparametern des Kessels als
auch von den Betriebsbedingungen und der Heizsystem-Temperatur, insbesondere der
Rücklauftemperatur ab. Als Anhaltswert für die freiwerdende Kondenswassermenge
kann im Jahresdurchschnitt ca. 1l Kondensat pro Kubikmeter Gas angesetzt werden.
Dies sind jedoch nur etwa 1 bis 2% bezogen auf die gesamte häusliche
Abwassermenge. Die tatsächlich anfallende Kondenswassermenge ist ein Maß für die
energetische Ausbeute - die Effektivität der Brennwertnutzung - und variiert mit
der Außentemperatur. Ist bei milder Witterung, aufgrund der geringen
Heizwasser-Rücklauftemperatur die Menge
des anfallenden
Kondensates hoch, so ist es kalter Witterung genau umgekehrt. Aufgrund der sich
aus den maximalen Brennerlaufzeiten ergebenden relativ hohen Betriebstemperatur
des Heizkessels entsteht kaum Kondenswasser. Die größte tägliche Kondensatmenge
entsteht jedoch im mittleren Außentemperaturbereich, in dem auch der größte Teil
der zu erbringenden Heizarbeit liegt. Das Kondenswasser entspricht in seiner
Zusammensetzung prinzipiell dem auf selbem Wege erzeugten destillierten Wasser.
Durch den Kontakt mit den Heizgasen und der Kesselwandung erfährt es jedoch
gewisse Veränderungen hinsichtlich seiner Beschaffenheit, die am besten mit den
in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerten zu beurteilen ist. Allein
auffällig ist hierbei der Säuregrad des Kondenswassers, der mit einem pH-Wert
von etwa 4 im sauren Bereich liegt, was jedoch in etwa dem pH-Wert
durchschnittlichen Regenwassers entspricht.Das Kondenswasser kann damit ohne
Bedenken in die häusliche Kanalisation eingeleitet werden und trägt hier sogar
noch zu einer Neutralisierung der eher basischen Haushaltsabwässer bei.
Konstruktions-Grundfläche
Die
Konstruktions-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller aufgehenden
Bauteile in den Grundrissebenen einschließlich der Grundflächen von
Schornsteinen, nicht begehbaren Schächten, Türöffnungen, Nischen und
Schlitzen, gemessen in Fußbodenhöhe einschließlich Putz oder Bekleidungen,
aber ohne Fußleisten und ohne vorstehende Teile von Fenster- und Türbekleidungen.
(aus DIN 277)
Konvektion
Im Unterschied zu Heizkörpern, die Wärme
passiv abstrahlen, gibt es die Möglichkeit, die Raumluft aktiv am Heizkörper
vorbeizuleiten. Durch Umwälzung der Raumluft wird dann der ganze Raum erwärmt.
Voraussetzung für die Wirkung der Konvektion ist, dass Konvektoren unterhalb
der Fenster oder in einem Schacht unterhalb der Balkon- oder Terrassentür
angebracht werden. Nur dann nimmt die aufsteigende Warmluft die durch die Glasflächen
einfallende kalte Luft mit nach oben und erwärmt sie zugleich.
Konvektorheizungs
Heizungen, die den überwiegenden Teil ihrer Wärme
durch Konvektion abgeben (s.o.).
Korrosionsschutz-kathodischer
Warmwasserspeicher werden zum Erreichen einer langen
Lebensdauer mit einem kathodischen Schutzsystem ausgerüstet, das eine mögliche
Korrosion des Speichermaterials wirkungsvoll verhindert. Ohne zusätzlichen
Korrosionsschutz geht beim elektrochemischen Vorgang der freien Korrosion das
Eisen der Speicherwandung an einer ungeschützten Stelle in Lösung, wobei
Elektronen frei werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als anodische Reaktion,
wobei sich das Eisen der Speicherwandung als Anode durch Korrosion verbraucht.
Das Freisetzen der Elektronen ist hierbei als lokaler Stromfluß meßbar. Die
Stromdichte und damit die Auflösungsgeschwindigkeit des Eisens nimmt hierbei
durch ein entsprechendes Gegenpotential ab, bis es bei 0,53V gleich Null ist.
Parallel zur anodischen Reaktion läuft die kathodische Reaktion ab, bei der die
freigesetzten Elektroden verbraucht werden, in dem sie durch das Wasser und dem
darin gelösten Sauerstoff aufgenommen werden. Bringt man nun als kathodischen
Korrosionsschutz Magnesium in das Speicherwasser ein, so übernimmt dieses
anstelle des Eisens der Speicherwandung die anodische Reaktion. Das Magnesium
als gegenüber dem Eisen unedleres Metall geht in Lösung und gibt Elektronen ab,
die wiederum durch das Wasser und dem darin gelösten Sauerstoff aufgenommen
werden. Das Eisen korrodiert in diesem Fall nicht. Als sehr wirkungsvoll erweist
sich zudem die bei Anwesenheit von Härtebildnern im Wasser erfolgende Bildung
einer Kalk-Schutzschicht an der lokalen Fehlstelle, wodurch die Auflösung der
Magnesiumanode fast zum Stillstand kommen kann. Der kathodische Korrosionsschutz
kann neben der Einbringung einer Magnesiumanode in das Speicherwasser auch durch
Anlegen einer externen Spannung unter Einsatz einer „Fremdstromanode
(Inertanode) erreicht werden. Auch hier wird die Korrosion des Eisens der
Speicherwandung sicher verhindert.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kombinierte Erzeugung und Nutzung von
Strom und Wärme in einem Kraftwerk (Großkraftwerk, BHKW). Bei der Erzeugung
von Strom entsteht immer auch Wärme. Diese muß zur Erhaltung des Prozesses
abgeführt werden, z.B. über Kühlwasser, Abgas oder Kühltürme. Bei der
Kraft-Wärme-Kopplung wird diese Abwärme für Heizzwecke genutzt, z.B. in Form
von Fernwärme, was den Gesamt-Wirkungsgrad des Kraftwerks enorm erhöht. Ein
konventionelles Kraftwerk hat eine Energieausbeute von ca. 40%, eine Kraft-Wärme-gekoppelte
Anlage bringt es auf bis zu 90%. Meist werden kleine bis mittlere Einheiten in
Kraft-Wärme-Kopplung betrieben, damit die Wärme ohne zu große
Leitungsverluste sinnvoll verbraucht werden kann.
Kraft-Kälte-Kopplung (KKK)
Analog zur Kraft-Wärme-Kopplung wird bei der
Kraft-Kälte-Kopplung anfallende Abwärme zur Erzeugung von Kälte genutzt. Der
Stromverbrauch von Klima- und Kälteanlagen in Gebäuden ist ein nicht zu
unterschätzender Faktor. Vor allem im gewerblichen Bereich wird vielerorts Kälte
benötigt. Mit Hilfe von Adsorptionskältemaschinen, die Silicagel und Wasser
als Kältemittel nutzen, kann fast ohne Einsatz von Strom Wärme direkt in Kälte
überführt werden. Adsorptionskälteanlagen tragen durch ihren Wärmebedarf im
Sommer außerdem zu einer gleichmäßigeren Auslastung von fernwärmeerzeugenden
Kraftwerken und BHKWs bei. Nachteil dieser Technik sind die relativ hohen
Investitionskosten, die durch eine Weiterentwicklung der Anlagen zur Serienreife
jedoch sinken sollten. Mit einigen Pilotanlagen wurden gute Erfahrungen gemacht.
Kreuzstromwärmetauscher
Ist
ein Wärmetauscher, bei dem die Luftströme (Zuluft und Abluft) in schmalen,
gekreuzten Kanälen aneinander vorbeiströmen und somit ein Wärmeübertrag
stattfindet. Bei dem Tauschvorgang wird der frischen Zuluft der größte Anteil
der sich in der Abluft befindlichen latenten Wärme übergeben. Bei diesem
Prozess werden die Luftvolumenströme unabhängig voneinander mittels eines Wärmetauschermediums
(Kunststoff/Alu etc.) geführt, was eine Vermischung der Luftströme verhindert.
Dabei wird die belastete und entwärmte Abluft nach Außen und die Feuchtigkeit
über einen Kondensatanschluss abgeführt.
Künstlicher Baustoff
Alle bekannten Außenwand-Baustoffe werden aus
natürlichen Rohstoffen hergestellt. Durch Zuführung von Energie und den dabei
ablaufenden chemischen Reaktionen entfernt sich der natürliche Rohstoff von
seiner Ausgangsbasis und ist dann als künstlicher Baustoff einzuordnen.
k-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient oder k-Wert
dient der Beurteilung der Wärmedämmfähigkeit eines Bauteiles. Er wird zum
Nachweis der Wärmeverluste eines Gebäudes herangezogen. Der k-Wert gibt an,
wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die durch einen Quadratmeter
Wandfläche innerhalb einer Stunde tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden
Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je kleiner der k-Wert,
umso besser der Wärmeschutz und umso geringer die Heizkosten (siehe
Passiv-Haus). Wenn ein Bauteil mehr Wärme aufnimmt als abgibt, ist der k-Wert
negativ (siehe negativer K-Wert).
Der k-Wert gibt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil eines Gebäudes in W/m2
und K an, d.h. wieviel Watt gehen beim Durchgang durch einen m2 Materialstärke
verloren bei einer Temperaturdifferenz von 1 Grad Kelvin zwischen innen und außen.
Je kleiner der k-Wert, um so besser sind die Dämmeigenschaften des Materials. Wärmeschutzverglasung
hat z.B. einen k-Wert von 1,3 W/m2K, eine gut gedämmte Außenwand sollte einen
k-Wert unter 0,3 W/m2K besitzen. Die Dämmmaterialien selbst werden in Klassen
eingeteilt. Dämmklasse 040 bedeutet beipielsweise, daß das Material einen
k-Wert von 0,040 W/m2K besitzt. Der k-Wert des gesamten Wandaufbaus setzt sich
aus den reziproken k-Werten der verwendeten Materialien multipliziert mit deren
jeweiliger Dicke und den Wärmeübergangs-Werten gegen Außen- bzw. Innenluft
zusammen (1/kges = a a + d1/k1 + d2/k2 +....+ dn/kn + a i).
kWh
Kilowattstunde, gibt den Energieverbrauch in
Kilowatt pro Stunde an.
kWpkilo Watt peak: Mit kWp wir die Leistung einer Photovoltaik-Anlage angegeben.
Mit den derzeit handelsüblichen Photovoltaik-Anlagen erreicht man in
Deutschland einen durchschnittlichen jährlichen Energieertrag von ca. 700-800
kWh pro kWp installierter Photovoltaik-Leistung. Mit einer 3-kWp-Anlage können
also pro Jahr etwa 2.100 - 2.400 kWh Strom erzeugt werden.
kW
Kilowatt ist der Wert zur Bemessung der
Energieleistung eines Heizkessels oder eines elektrischen Gerätes.