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Kalksandstein
Kanten und Flächen geneigter Dächer
Kapillarität
Kelvin
Kerndämmung
Kesselauslastung
Klebemörtel
Klimarahmenkonvention
Klimatisieren
Klinker
Koeffizient für solaren Wärmegewinn
Kohlendioxid
Kohlenmonoxid
Kohlenstoff
Kohlenwasserstoff
Konterlattung
Kondensat
Kondensation
Kondensationsschäden
Kondenswasser
Konstruktions-Grundfläche
Konvektion
Konvektorheizungs
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kraft-Kälte-Kopplung (KKK)
Kreuzstromwärmetauscher
Künstlicher Baustoff
k-Wert
kWh
kW

Kalksandstein
Kalksandstein wird unter Einsatz geringen Energiebedarfs aus den natürlichen Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser hergestellt. Es gibt verschiedene Rohdichten und Druckfestigkeitsklassen für tragendes und nichttragendes Mauerwerk, vom Kleinformat über den großformatigen Systembau bis zu vorgefertigten Mauertafeln. Mit Handvermauerung oder Versetzhilfen kann das Kalksandstein-Mauerwerk rationell und kostengünstig errichtet werden.
Rohstoffe: Brandkalk, Quarzsand, Wasser
Herstellung: Kalk und Sand werden mit Wasser vermischt; Härtung der Rohlinge bei 160 - 220°C in Dampfhärtekesseln
Einsatzbereich: Für tragendes und nichttragendes Mauerwerk; häufig für Wohnungs- und Haustrennwände wegen der sehr guten Schalldämmung eingesetzt; bei Kalksandsteinaußenwänden ist zusätzliche Dämmschicht notwendig (außer bei Kalksand-Leichtstein); für Sichtmauerwerk (außen) Kalksandstein-Vormauersteine bzw. Kalksandstein-Verblender verwenden (frostbeständig)
Eigenschaften: Keine Raumluftbelastung; gute Wärmespeicherfähigkeit und guter Schallschutz (hohe Rohdichte); feuerfest ,wetterbeständig und grundwasserverträglich; Herstellung und Verarbeitung unbedenklich; für Außenwände nur mit zusätzlicher Dämmschicht möglich, dann aber relativ einfach Niedrigenergiehaus-Standard (k-WertWand ca. 0,3 W/m2K) zu erreichen; notwendige Dämmstärke dazu ca. 12 cm mit WLG 040; Kalksand-Leichtstein auch als einschaliges Mauerwerk; relativ schlanke mehrschalige Wandaufbauten mit gutem Wärmedämmvermögen; Einsatz von mechanischen Hebewerkzeugen aufgrund des hohen Gewichts zu empfehlen; Installationsführung in der Wand möglichst in Sammelschächten oder als Aufputzmontage (KS-Elektrokanal-Stein); i.d.R. kurze Transportwege zur Baustelle Kanten und Flächen geneigter Dächer

Kanten und Flächen geneigter Dächer
Kanten und Flächen geneigter Dächer
1 - Traufe 2 - First 3 - Grat 4 - Kehle 5 - Ortgang a - Hauptdachfläche b - Walmfläche c - Giebel

Kapillarität
Zahlreiche Baustoffe (Ziegel, Beton, Kalksandstein, Holz, Dämm-Materialien, Natur- und Kunststein) enthalten Kapillaren genannte Poren, die Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten können. Aufgrund dieser Kapillarität zeigen diese Stoffe hygroskopische (siehe hygroskopisch) Eigenschaften. Sie sind atmungsaktiv, dampfdurchlässig und diffusionsfähig. Glas und Metall hingegen wirken wie Dampfsperren und lassen den Wasserdampf kondensieren (siehe Kondensation).

Kelvin
Maßeinheit der absoluten Temperaturskala (K), benannt nach dem britischen Physiker Sir William Thonwon, Lord Kelvin of Largs. 0 Grad K = -273,15 Grad C. Wird in der Physik zum Berechnen von Temperaturdifferenzen benutzt.

Kerndämmung
So heißt die Dämmschicht zwischen zwei Mauern, z.B. beim zweischaligen Mauerwerk, das ein Hintermauerwerk mit Klinkerverblendung besitzt (siehe Hintermauerwerk; siehe Verblendmauerwerk). Zwischen diesen beiden Wänden befindet sich die Kerndämmung. Als Dämm-Material kommen Stein- oder Mineralwollplatten oder entsprechendes Schüttgut in Frage.

Kesselauslastung
Die Heizleistung des am Heizkessel montierten Brenners ist in der Regel konstant auf den Maximalbedarf zur Beheizung des Gebäudes (evtl. plus einem Zuschlag für die Warmwasserbereitung) eingestellt. Dies würde am kältesten Tag eine Brennerlaufzeit von 24 Stunden bedeuten, während bei 0°C nur etwa die Hälfte der Kesselleistung notwendig ist, der Brenner also zwischendurch abschaltet. Die Summe der Brennerlaufzeiten beträgt dann also auch etwa nur 12 Stunden pro Tag. Aufgrund von Leistungsreserven kommt jedoch ein bei kältesten Außentemperaturen durchlaufender Brenner in der Praxis nur selten vor. Die Grundaufgabe des Regelsystems besteht darin, die heiztechnischen Kenngrößen Heizkurve und Kesselauslastung entsprechend den gemessenen Außentemperaturen zu regeln und so einen optimalen Betrieb der Anlage zu gewährleisten.

Klebemörtel
Der mörtelartige Kunststoffkleber erlaubt das Verlegen von Fliesen, Natur- und Kunststeinen u.a. in einem vollständigen Bett, das auch Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht. Gipsputze erhalten vor dem Mörtelauftrag eine Spezialgrundierung. Im Außenbereich oder bei ständig feuchten Flächen muss der Klebemörtel mit Zement versetzt werden.

Klimarahmenkonvention
Ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzpolitik ist die Klimarahmenkonvention, die im Sommer 1992 in Rio de Janeiro von mehr als 150 Staaten gezeichnet wurde und im März 1994 in Kraft trat. Ziel der Konvention ist eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in derAtmosphäre.
Auf der 3. Vertragsstaatenkonferenz zur Klimakonvention wurde Ende 1997 das Kyoto-Protokoll verabschiedet, in welchem erstmals rechts-verbindliche Begrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen für die Industrieländer festgelegt wurden. Demnach sind die Industrieländer insgesamt dazu verpflichtet, die Emissionen der im Protokoll festgelegten sechs Treibhausgase um mindestens fünf Prozent bis zum Zeitraum 2008-2012 gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Die Europäische Gemeinschaft hat sich in Kyoto eine Minderung von 8 Prozent zum Ziel gesetzt; im Rahmen der EU-internen Lastenteilung ist Deutschland zur Senkung der sechs Kyoto-Gase um 21 Prozent verpflichtet.
Auf der 4. Vertragsstaatenkonferenz in Buenos Aires im November 1998 wurde des Weiteren ein Arbeitsplan für konkrete Maßnahmen zur Komplettierung des Kyoto-Protokolls erstellt (u. a. Regelwerke für den Handel mit Emissionszertifikaten). Auf nationaler Ebene strebt Deutschland an, bis 2005 die Emissionen von Kohlendioxid gegenüber 1990 um 25 Prozent zu mindern.

Klimatisieren
Luftheizungen lassen sich als Klimaanlage ausbauen. Zur Klimatisierung gehört die Filterung der Luft, die Regelung der Luftfeuchte und gegebenenfalls die Kühlung der Luft.

Klinker
Klinker sind Ziegel, die bei besonders hohen Temperaturen gebrannt wurden und sich deshalb durch Härte und Dichtigkeit des Materials auszeichnen. Ihre Beständigkeit gegen Verwitterung begünstigt die Verwendung als Verblendmauerwerk (siehe Verblendmauerwerk). Als Vormauersteine können sie mit Mörtel direkt mit der Hausmauer verbunden werden. Klinker kann man aber auch als zusätzliche Schale mit einer etwa 6 cm dicken Luftschicht zwischen der Hausmauer und dem Verblendmauerwerk einsetzen. Wichtig ist, dass Öffnungen unten und oben im Verblendmauerwerk eine ausreichende Hinterlüftung ermöglichen. Klinker sind in Farbabstufungen von rot über braun bis violett erhältlich. Die Farben sind lichtbeständig, die unterschiedlichen Strukturen, besonders bei Handformsteinen, eröffnen individuelle, reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten.

Koeffizient für solaren Wärmegewinn
Die Wärmeschutzverordnung berücksichtigt die solar erzeugte Wärme. Sie schreibt vor, mit welchem Wärmegewinn jeweils bei Süd-, Ost-, West- und Nordfenstern gerechnet werden kann. Die anzusetzenden Wärmegewinne werden in der neuen Wärmeschutzverordnung durch Koeffizienten ausgedrückt.

Kohlendioxid
(CO2)
Kohlendioxid ist heute in den Mittelpunkt der energiebedingten Emissionen gerückt; es entsteht bei jeder Verbrennung fossiler Stoffe. Damit ist es untrennbar mit der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl verbunden. Kohlendioxid gehört zu den Spurengasen in der Atmosphäre, die die Eigenschaft haben, für langwellige Wärmestrahlen „undurchlässig zu sein; daher gilt es als Hauptverursacher des Treibhauseffekts.

Kohlenmonoxid
(CO)
Kohlenmonoxid ist ein reiz-, farb- und geruchloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht – vorwiegend bei schlecht arbeitenden Feuerungen mit festen Brennstoffen, aber auch bei Öl- und Gaskesseln. Eingeatmetes CO vermindert das Sauerstoff-Aufnahmevermögen des Blutes und ist daher für den Menschen außerordentlich gefährlich, ab einer bestimmten Konzentration sogar tödlich. Vor allem Kraftfahrzeuge emittieren Kohlenmonoxid – immerhin über die Hälfte der jährlichen erzeugten 5.426 Kilotonnen gehen auf Kosten des Straßenverkehrs. Doch der Trend geht insgesamt deutlich nach unten: So kann trotz des erheblichen Verkehrswachstums in Deutschland bis 2005 mit einem bis zu siebzigprozentigen Rückgang der Kohlenmonoxid -Emissionen gerechnet werden (Vergleichsjahr 1989). Die Gründe für diese Entwicklung sind u. a. die Einführung des geregelten Drei-Wege- Katalysators, die erhebliche Verbesserung der Nutzfahrzeuge sowie die abnehmende Zahl der stark umweltbelastenden Zwei-Takt-Fahrzeuge.

Kohlenstoff
(C)
Kohlenstoff ist ein nicht-metallisches chemisches Element, das rein als Diamant, Graphit, Ruß, Kohle oder in Form von Verbindungen wie Erdöl oder Erdgas, aber auch als einer der wichtigsten Bausteine von lebenden Organismen jeder Art auftritt. Kohlenstoff kann sich mit fast allen Elementen verbinden – insbesondere mit Wasserstoff (Kohlenwasserstoffe) und Sauerstoff (Kohlenmonoxid, Kohlendioxid).

Kohlenwasserstoff
(CxHy)
Kohlenwasserstoffe sind organische Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen und bei Verbrennungsprozessen Energie freisetzen. Beispiele sind Gase wie Methan, Flüssigkeiten wie Erdöl und Benzin sowie Feststoffe wie Paraffin.

Konterlattung
Die Konterlattung ist bei einer Verkleidung der Wand oder Decke mit Bauplatten oder ähnlichem unbedingt erforderlich, um für eine Hinterlüftung zu sorgen und um eventuelle Unebenheiten ausgleichen zu können. Die Quereinlattung zum Einhängen der Dachpfannen heißt im Allgemeinen Sprachgebrauch auch Konterlattung.

Kondensat
Kondensat aus der Luft:Trifft warme Luft auf kühlere Flächen, schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an den Flächen als Kondensat nieder. Allgemein wird häufig der Begriff Schwitzwasser verwendet. Kondensat beim Heizen:
Zur Erhöhung der Energieeffizienz wird heute den Abgasen der Heizkessel Wasser (Kondensat) entzogen (siehe Brennwerttechnik)

Kondensation
Trifft feuchte, warme Luft auf kältere Flächen, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Besonders gefährdete Räume sind Bad und Küche. Der Grad der Kondensation kann durch die Auswahl von Baustoffen mit hoher Atmungsaktivität gering gehalten werden (siehe Atmende Baustoffe). Besonders in der Heizperiode sollte man auf Kondensatbildung vor allem an den kühleren Außenwänden und in Zimmerecken achten, um Feuchtigkeitsschäden, evtl. durch Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), frühzeitig zu erkennen. Im Normalfall genügt es, täglich drei- bis viermal kräftig zu lüften.

Kondensationsschäden
Bei einem falschen Wandaufbau kann die Feuchte in oder auf der Oberfläche der Bauteile kondensieren. Als Folge lässt die Dämmwirkung nach, die Feuchtigkeit ist Nährboden für Schimmelbildung und die Feuchte kann zum Zersetzen des Baustoffes führen. Regelmäßiges Lüften genügt im Allgemeinen zur Verhinderung von Kondensationsschäden.

Kondenswasser
Bei der Brennwert-Nutzung der Brennstoffe wird der Wasserdampfanteil in den Heizgasen in den Nachschaltheizflächen des Heizkessels kondensiert und zur Erwärmung des Heizwassers genutzt. Die theoretische hierbei freiwerdende Kondenswassermenge ist berechenbar aus der Differenz Brennwert zu Heizwert und der Verdampfungswärme des Wassers. Die tatsächlich freiwerdende Menge ist aber geringer und hängt sowohl von bestimmten Konstruktionsparametern des Kessels als auch von den Betriebsbedingungen und der Heizsystem-Temperatur, insbesondere der Rücklauftemperatur ab. Als Anhaltswert für die freiwerdende Kondenswassermenge kann im Jahresdurchschnitt ca. 1l Kondensat pro Kubikmeter Gas angesetzt werden. Dies sind jedoch nur etwa 1 bis 2% bezogen auf die gesamte häusliche Abwassermenge. Die tatsächlich anfallende Kondenswassermenge ist ein Maß für die energetische Ausbeute - die Effektivität der Brennwertnutzung - und variiert mit der Außentemperatur. Ist bei milder Witterung, aufgrund der geringen Heizwasser-Rücklauftemperatur die Menge
des anfallenden Kondensates hoch, so ist es kalter Witterung genau umgekehrt. Aufgrund der sich aus den maximalen Brennerlaufzeiten ergebenden relativ hohen Betriebstemperatur des Heizkessels entsteht kaum Kondenswasser. Die größte tägliche Kondensatmenge entsteht jedoch im mittleren Außentemperaturbereich, in dem auch der größte Teil der zu erbringenden Heizarbeit liegt. Das Kondenswasser entspricht in seiner Zusammensetzung prinzipiell dem auf selbem Wege erzeugten destillierten Wasser. Durch den Kontakt mit den Heizgasen und der Kesselwandung erfährt es jedoch gewisse Veränderungen hinsichtlich seiner Beschaffenheit, die am besten mit den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerten zu beurteilen ist. Allein auffällig ist hierbei der Säuregrad des Kondenswassers, der mit einem pH-Wert von etwa 4 im sauren Bereich liegt, was jedoch in etwa dem pH-Wert durchschnittlichen Regenwassers entspricht.Das Kondenswasser kann damit ohne Bedenken in die häusliche Kanalisation eingeleitet werden und trägt hier sogar noch zu einer Neutralisierung der eher basischen Haushaltsabwässer bei.

Konstruktions-Grundfläche
Die Konstruktions-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller aufgehenden Bauteile in den Grundrissebenen einschließlich der Grundflächen von Schornsteinen, nicht begehbaren Schächten, Türöffnungen, Nischen und Schlitzen, gemessen in Fußbodenhöhe einschließlich Putz oder Bekleidungen, aber ohne Fußleisten und ohne vorstehende Teile von Fenster- und Türbekleidungen. (aus DIN 277)

Konvektion
Im Unterschied zu Heizkörpern, die Wärme passiv abstrahlen, gibt es die Möglichkeit, die Raumluft aktiv am Heizkörper vorbeizuleiten. Durch Umwälzung der Raumluft wird dann der ganze Raum erwärmt. Voraussetzung für die Wirkung der Konvektion ist, dass Konvektoren unterhalb der Fenster oder in einem Schacht unterhalb der Balkon- oder Terrassentür angebracht werden. Nur dann nimmt die aufsteigende Warmluft die durch die Glasflächen einfallende kalte Luft mit nach oben und erwärmt sie zugleich.

Konvektorheizungs
Heizungen, die den überwiegenden Teil ihrer Wärme durch Konvektion abgeben (s.o.).

Korrosionsschutz-kathodischer
Warmwasserspeicher werden zum Erreichen einer langen Lebensdauer mit einem kathodischen Schutzsystem ausgerüstet, das eine mögliche Korrosion des Speichermaterials wirkungsvoll verhindert. Ohne zusätzlichen Korrosionsschutz geht beim elektrochemischen Vorgang der freien Korrosion das Eisen der Speicherwandung an einer ungeschützten Stelle in Lösung, wobei Elektronen frei werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als anodische Reaktion, wobei sich das Eisen der Speicherwandung als Anode durch Korrosion verbraucht. Das Freisetzen der Elektronen ist hierbei als lokaler Stromfluß meßbar. Die Stromdichte und damit die Auflösungsgeschwindigkeit des Eisens nimmt hierbei durch ein entsprechendes Gegenpotential ab, bis es bei 0,53V gleich Null ist. Parallel zur anodischen Reaktion läuft die kathodische Reaktion ab, bei der die freigesetzten Elektroden verbraucht werden, in dem sie durch das Wasser und dem darin gelösten Sauerstoff aufgenommen werden. Bringt man nun als kathodischen Korrosionsschutz Magnesium in das Speicherwasser ein, so übernimmt dieses anstelle des Eisens der Speicherwandung die anodische Reaktion. Das Magnesium als gegenüber dem Eisen unedleres Metall geht in Lösung und gibt Elektronen ab, die wiederum durch das Wasser und dem darin gelösten Sauerstoff aufgenommen werden. Das Eisen korrodiert in diesem Fall nicht. Als sehr wirkungsvoll erweist sich zudem die bei Anwesenheit von Härtebildnern im Wasser erfolgende Bildung einer Kalk-Schutzschicht an der lokalen Fehlstelle, wodurch die Auflösung der Magnesiumanode fast zum Stillstand kommen kann. Der kathodische Korrosionsschutz kann neben der Einbringung einer Magnesiumanode in das Speicherwasser auch durch Anlegen einer externen Spannung unter Einsatz einer „Fremdstromanode (Inertanode) erreicht werden. Auch hier wird die Korrosion des Eisens der Speicherwandung sicher verhindert.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kombinierte Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme in einem Kraftwerk (Großkraftwerk, BHKW). Bei der Erzeugung von Strom entsteht immer auch Wärme. Diese muß zur Erhaltung des Prozesses abgeführt werden, z.B. über Kühlwasser, Abgas oder Kühltürme. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird diese Abwärme für Heizzwecke genutzt, z.B. in Form von Fernwärme, was den Gesamt-Wirkungsgrad des Kraftwerks enorm erhöht. Ein konventionelles Kraftwerk hat eine Energieausbeute von ca. 40%, eine Kraft-Wärme-gekoppelte Anlage bringt es auf bis zu 90%. Meist werden kleine bis mittlere Einheiten in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben, damit die Wärme ohne zu große Leitungsverluste sinnvoll verbraucht werden kann.

Kraft-Kälte-Kopplung (KKK)
Analog zur Kraft-Wärme-Kopplung wird bei der Kraft-Kälte-Kopplung anfallende Abwärme zur Erzeugung von Kälte genutzt. Der Stromverbrauch von Klima- und Kälteanlagen in Gebäuden ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Vor allem im gewerblichen Bereich wird vielerorts Kälte benötigt. Mit Hilfe von Adsorptionskältemaschinen, die Silicagel und Wasser als Kältemittel nutzen, kann fast ohne Einsatz von Strom Wärme direkt in Kälte überführt werden. Adsorptionskälteanlagen tragen durch ihren Wärmebedarf im Sommer außerdem zu einer gleichmäßigeren Auslastung von fernwärmeerzeugenden Kraftwerken und BHKWs bei. Nachteil dieser Technik sind die relativ hohen Investitionskosten, die durch eine Weiterentwicklung der Anlagen zur Serienreife jedoch sinken sollten. Mit einigen Pilotanlagen wurden gute Erfahrungen gemacht.

Kreuzstromwärmetauscher
Ist ein Wärmetauscher, bei dem die Luftströme (Zuluft und Abluft) in schmalen, gekreuzten Kanälen aneinander vorbeiströmen und somit ein Wärmeübertrag stattfindet. Bei dem Tauschvorgang wird der frischen Zuluft der größte Anteil der sich in der Abluft befindlichen latenten Wärme übergeben. Bei diesem Prozess werden die Luftvolumenströme unabhängig voneinander mittels eines Wärmetauschermediums (Kunststoff/Alu etc.) geführt, was eine Vermischung der Luftströme verhindert. Dabei wird die belastete und entwärmte Abluft nach Außen und die Feuchtigkeit über einen Kondensatanschluss abgeführt.

Künstlicher Baustoff
Alle bekannten Außenwand-Baustoffe werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Durch Zuführung von Energie und den dabei ablaufenden chemischen Reaktionen entfernt sich der natürliche Rohstoff von seiner Ausgangsbasis und ist dann als künstlicher Baustoff einzuordnen.

k-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient oder k-Wert dient der Beurteilung der Wärmedämmfähigkeit eines Bauteiles. Er wird zum Nachweis der Wärmeverluste eines Gebäudes herangezogen. Der k-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die durch einen Quadratmeter Wandfläche innerhalb einer Stunde tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je kleiner der k-Wert, umso besser der Wärmeschutz und umso geringer die Heizkosten (siehe Passiv-Haus). Wenn ein Bauteil mehr Wärme aufnimmt als abgibt, ist der k-Wert negativ (siehe negativer K-Wert).
Der k-Wert gibt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil eines Gebäudes in W/m2 und K an, d.h. wieviel Watt gehen beim Durchgang durch einen m2 Materialstärke verloren bei einer Temperaturdifferenz von 1 Grad Kelvin zwischen innen und außen. Je kleiner der k-Wert, um so besser sind die Dämmeigenschaften des Materials. Wärmeschutzverglasung hat z.B. einen k-Wert von 1,3 W/m2K, eine gut gedämmte Außenwand sollte einen k-Wert unter 0,3 W/m2K besitzen. Die Dämmmaterialien selbst werden in Klassen eingeteilt. Dämmklasse 040 bedeutet beipielsweise, daß das Material einen k-Wert von 0,040 W/m2K besitzt. Der k-Wert des gesamten Wandaufbaus setzt sich aus den reziproken k-Werten der verwendeten Materialien multipliziert mit deren jeweiliger Dicke und den Wärmeübergangs-Werten gegen Außen- bzw. Innenluft zusammen (1/kges = a a + d1/k1 + d2/k2 +....+ dn/kn + a i).

kWh
Kilowattstunde, gibt den Energieverbrauch in Kilowatt pro Stunde an.
kWpkilo Watt peak: Mit kWp wir die Leistung einer Photovoltaik-Anlage angegeben. Mit den derzeit handelsüblichen Photovoltaik-Anlagen erreicht man in Deutschland einen durchschnittlichen jährlichen Energieertrag von ca. 700-800 kWh pro kWp installierter Photovoltaik-Leistung. Mit einer 3-kWp-Anlage können also pro Jahr etwa 2.100 - 2.400 kWh Strom erzeugt werden.

kW
Kilowatt ist der Wert zur Bemessung der Energieleistung eines Heizkessels oder eines elektrischen Gerätes.


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