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Lambda
LCP (Least Cost Planning)
Lehm
Leichtbetonblocksteine
Leichtbauplatten
Leichtbaustoffe
Leichtbeton
Leichtmauermörtel
Leichtziegel
Luft
Luftdichtigkeit
Lüftung
Lüftungswärmebedarf
Lambda
Die wichtigste Größe zur wärmetechnischen
Beurteilung von Außenwänden ist neben dem Wärmedurchgangskoeffizienten
(k-Wert) die Wärmeleitzahl Lambda. Lambda gibt an, welche Wärmemenge in Watt
stündlich durch einen Quadratmeter einer 1 Meter dicken Materialschicht
geleitet wird, wenn beide Oberflächen einen Temperaturunterschied von einem
Grad Celsius aufweisen. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz.
LCP (Least Cost Planning)
Das Prinzip des LCP besagt, daß bei
mehreren Versorgungsalternativen die unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten
kostengünstigste Lösung zu bevorzugen ist, wobei auch technische Möglichkeiten
des Energiesparens in die Planung einbezogen werden sollen. LCP-Programme werden
meistens von Energieversorgungsunternehmen (EVU) durchgeführt
(Stromsparaktionen, Angebot von Energieberatung für Handwerksbetriebe etc.).
Auf den ersten Blick besteht ein Widerspruch zwischen solchen
Energiesparprogrammen und dem Ziel des EVU, Energie zu verkaufen. Falls durch
die rechtlichen Rahmenbedingungen und durch Energiepreis- und
Investitionsaufsicht entsprechende Anreize geschaffen werden, kann ein EVU
jedoch auch mit eingesparter Energie Gewinne machen. Energiesparmaßnahmen,
deren Kosten unter denen der Bereitstellung von Energie liegen, weil sie z. B.
teure Investitionen für den Neubau eines Kraftwerkes vermeiden, sind dann auch
betriebswirtschaftlich gesehen sinnvoll.
Legionellen
Mit Legionellen bezeichnet man Bakterien, die die
Legionärskrankheit (vom Verlauf her ähnlich einer Lungenentzündung) hervorrufen.
Im einfachen Fall äußert sich diese Krankheit durch grippeähnliche Beschwerden
(Pontiac-Fieber), kann jedoch auch tödlich verlaufen. Günstige Lebensbedingungen
für Legionellen im Warmwasser liegen speziell bei längerer Verweilzeit im
Temperaturbereich zwischen 32 und 42°C vor. Eine Abtötung der Bakterien erfolgt
oberhalb 55°C. Maßnahmen zur Reduzierung der Legionellengefahr sind Umwälzung
des Warmwassers bis vor die Zapfstelle, eine Haltetemperatur von 60°C und
vollständige Durchtemperierung des Speicherinhaltes.
Technische Maßnahmen zur Verminderung des
Legionellenwachstums in Neuanlagen werden im Arbeitsblatt DVGW - W 551 geregelt.
Speziell bei Großanlagen (Speichervolumen > 400l) gilt:
-Gleichmäßige Erwärmung im Speicher, Vorwärmstufen einmal
täglich auf 60°C erwärmen
-Zirkulationssysteme oder
Begleitheizung vorsehen, nicht länger als täglich 8 Stunden unterbrechen,
Vermeidung von Schwerkraft-Zirkulation
-Temperatur am
Warmwasser-Austritt Bzgl. der Überprüfung und Sanierung von Altanlagen gilt das
DVGW-Arbeitsblatt W 552.
Lehm
Rohstoffe:
Gemisch aus Ton, Schluff (Feinstsand) und Sand; Magerungsmittel z. B.
Sand Kies Stroh, Sägemehl; Zusätze zur Verbesserung der Materialeigenschaften,
z. B. Zellulose, Stärke, Gelatine oder Molke; Baulehm muß frei von Humus,
Wurzeln und sonstigen Verunreinigungen sein
Herstellung:
Lehmsteine aus Massivlehm als stranggepreßte Steine oder formengepreßte
Lehmsteine, die erdfeucht oder naß gepreßt werden; Stampflehm ist erdfeucht
aufbereiteter Massivlehm, der in dünnen Lagen in eine Kletterschalung gefüllt
und festgestampft wird; Leichtlehm/ -stein ist eine Mischung aus Lehmschlämme
mit pflanzlichen (z. B. Stroh) oder mineralischen (z. B. Blähton) Leichtzuschlägen
Einsatzbereich:
Als nichttragendes Ausbau- und Ausfachungsmaterial (tragende Bauweisen
nur mit Einzelnachweis); Leichtlehm zur Dämmung von Holzbalkendecken und Dächern;
Lehmsteine als nichttragende massive Speicherwände im Holzbau; Lehmsteine als
Trittschallschutz und Speichermasse auf Holzbalkendecken; Lehmbauplatten und
Lehmputz als Wandbekleidung
Eigenschaften:
Lehmvorkommen in ausreichendem Maße und auf Dauer vorhanden;
umweltschonende und energieunabhängige Rohstoffgewinnung, Aufbereitung,
Verarbeitung und Entsorgung; bei fachgerechter Anwendung sehr gutes Raumklima ;
hohe feuchtigkeitsregulierende Wirkung; Formbar durch Wasserzugabe (nicht als
ungeschütztes Außenbauteil verwenden); Lehm reagiert kritisch auf
Durchfeuchtung; arbeitsintensive Verarbeitung bei Stampflehm; Leichtlehm:
Baustoffklasse B1 (schwer entflammbar); Lehm konserviert Holz; Aufnahmefähigkeit
von Schadstoffen und Gerüchen
Leichtbetonblocksteine
, -vollsteine. Ein aus Bims, Schlacke, Blähton
und Ziegelsplitt gefertigter Stein. Seine feinen Poren begünstigen die Wärmedämmung,
sein geringes Raumgewicht ermöglicht das Verbauen in großen Blöcken.
Hohlblocksteine haben zwei oder drei Luftkammern und können bei Innen- oder Außenmauern
verbaut werden. Je nach Druckfestigkeit sind sie auch für Tragemauern geeignet.
Vollsteine verwendet man bei Tragemauern und nicht tragendem Mauerwerk sowie im
Fachwerkbau und zum Ausgleich bei Mauerwerk aus Hohlblocksteinen.
Leichtbauplatten
Die in der Hauptsache aus Bims- oder Gasbeton,
Holzfasern, Holzspänen, Holzwolle, Hartschaum sowie Gips und Karton bestehenden
Platten mit geringem Raumgewicht werden für Verkleidungen, Dämmungen und
Zwischenwände ohne Tragefunktion verwendet.
Leichtbaustoffe
Die Verwendung von Leichtbaustoffen verringert
den Materialaufwand und hilft so, die Baukosten zu senken. Ein weiterer Vorteil
ist die gute Wärmedämmeigenschaft, ein Nachteil allerdings ist die schlechte
Schalldämmung. In der modernen Bautechnologie werden Leichtbaustoffe
eingesetzt, ohne dadurch Statik und Stabilität des Bauwerks zu beeinflussen. Zu
den tragfähigen Materialien zählen u.a. Bims, Porenziegel und Gasbeton.
Leichtbeton
Dem Leichtbeton verleihen seine vielen
Lufteinschlüsse ein besonders leichtes Gewicht. Lufteinschlüsse können durch
Zuschlagstoffe wie Bims, Blähton oder Blähschiefer erzielt werden (siehe
Zuschlagstoffe).
Haufwerksporiger Leichtbetonwird vorwiegend zu Betonwaren und Fertigteilen wie
Hohlblocksteinen, Wandbauplatten verarbeitet.
Porenbeton
wird z.B. als Gasbeton und Schaumbeton zu wärmedämmenden und frostbeständigen
Deckenplatten verarbeitet.
Gefügedichter Leichtbeton
mit porigen Zuschlägen wird z.B. als Stahl- und Spannleichtbeton im
konstruktiven Ingenieurbau verwendet.
Leichtmauermörtel
Ein spezieller Mauermörtel mit porösen Zuschlägen,
der die Wärmedämmung des Mauerwerks verbessert.
Leichtziegel
Zur Gruppe der Leichtziegel zählen Porenziegel
(porosierte Ziegel) sowie Hochlochziegel.
Luft
Je nachdem, woher sie kommt, wohin sie geht, was
mit ihr gemacht wird, wie ihre Beschaffenheit ist etc. wird Luft unterschiedlich
benannt.
Außenluft: Aus dem Freien einströmende Luft.
Abluft: Aus dem Raum abströmende Luft.
Zuluft: Dem Raum zuströmende Luft.
Fortluft: Die ins Freie abgeführte Luft.
Umluft: Abluft, die als Zuluft wieder verwendet wird.
Raumumluft: Die zum Zwecke der Luftbehandlung im Raum über ein Gerät geführte
Luft.
Mischluft: Luft verschiedenen Ursprungs, zum Beispiel Außen- und Umluft.
Frischluft: Nicht regelgerechte Bezeichnung von Außenluft.
Luftbehandlung: Technisch erzwungene Veränderung des Zustandes der Luft, z. B.
Temperatur, absolute Feuchte, Staubgehalt, Keimzahl.
Filtern: Abscheiden von Luftverunreinigungen aus Luftströmen.
Heizen/Kühlen: Zu- bzw. Abführen von sensibler Wärme.
Befeuchten/Entfeuchten: Erhöhen/Verringern der absoluten Feuchte.
Wärmerückgewinnung: Maßnahme zur Nutzung des Energiegehaltes eines
Luftstromes. Der Fortluft wird Wärme entzogen. Damit wird die Außenluft vorgewärmt.
Luftdichtigkeit
Luft
kann Wasser in Form von Dampf aufnehmen, speichern und in Form von Kondensat
wieder abgeben. Die maximal aufnehmbare Menge an Wasser ist von der
Lufttemperatur abhängig. Luft von 0 °C kann 5 g Wasser pro Kubikmeter
aufnehmen, Luft von 20 °C bereits 17 g und Luft von 30 °C sogar 30 g pro
Kubikmeter. Bei der Kühlung von Luft wird irgendwann der Taupunkt erreicht, an
dem die Luft 100 % Feuchte erreicht und das Wasser nicht mehr dampfförmig
bleibt. Es entsteht Kondensat.
Die Oberflächentemperatur an den Außenbauteilen wird von der Wärmedämmung
der Konstruktion bestimmt. Je besser die Wärmedämmung, desto höher ist die
Oberflächentemperatur und umso weniger besteht die Gefahr der Kondensatbildung
und somit von Feuchteschäden.
Lüftung
Lüftung ist erforderlich zum Austausch
verbrauchter gegen frische Luft. Die relativ hohe Luftfeuchte kalter Luft wird
durch Erwärmung herabgesetzt. Beim Lüften von kalten Räumen im Sommer schlägt
sich warme Außenluft als Tauwasser an Wänden, Boden und Decke, sowie an
Gegenständen nieder. Deshalb sollte Kellerräume bei hoher Außenlufttemperatur
und hoher Luftfeuchte nicht gelüftet werden.
Lüftungswärmebedarf
Wärme, die notwendig ist, um im Winter die kühle
Frischluft auf Raumtemperatur aufzuwärmen. Der Lüftungswärmebedarf lässt
sich durch die Wärmerückgewinnung (siehe Wärmerückgewinnung) wesentlich
senken.