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Magnesiaestrich
Massivbauweise
Mechanische Lüftung
Mehrfachscheiben
Mischbauweise
Mitbauhaus
Mörtel
Magnesiaestrich
Magnesiaestrich, auch Holzestrich genannt war bis 1950 der bekannteste
Estrich. Das Bindemittel Magnesia oder Magnesiumoxid wir durch das Brennen von
Magnesit gewonnen. Jeder dürfte dieses Material vom Turnunterricht noch kennen.
Als Zuschlag wird wenig Sand und viel Holzmehl dazugemischt. Je höher der
Holzanteil, desto fußwärmer ist der Estrich, je höher der Sandanteil, desto
druckfester der Estrich. Nachteilig ist die feuchtigkeitempfindlichkeit und das
Korrossionsverhalten auf Metalle. Stahlrohre dürfen nicht ungeschützt mit
Magnesia zusammenkommen (galvanische Elemente, wirkung unedle Metalle auf edle
Metalle). Für einen schwimmenden Estrich ist der magnesiaestrich baubiologisch
mit Abstand der empfehlenswerteste, da keinerlei Schadstoffe durch die natürliche
Zusammensetzung abgegeben werden können.
Massivbauweise
Unter Massivbauweise versteht man das Bauen mit
Beton- und Leichtbetonfertigteilen, Transportbeton und Mauerwerk aus Ziegel,
Kalksandstein, Beton- und Leichtbetonsteinen. Gebäude in Massivbauweise haben
eine lange Lebensdauer sowie eine hohe Wertbeständigkeit.
Mechanische Lüftung
Um den Lüftungswärmebedarf zu senken, wurden
mechanisch betriebene Lüftungssysteme, zum Teil mit Wärmerückgewinnung,
entwickelt. Da die Mechanik jedoch ihrerseits elektrische Energie kostet,
begrenzt die Wärmeschutzverordnung den zulässigen Stromverbrauch solcher
Anlagen (siehe Wärmerückgewinnung).
Mehrfachscheiben
Um die schlechten Dämmeigenschaften von Glas
auszugleichen, ist mindestens eine Doppelverglasung vorgeschrieben. Spitzenwerte
lassen sich mit einer Kombination aus Dreifachverglasung, Beschichtung und Dämmgas
erreichen (siehe Isolierverglasung).
Mischbauweise
Bei einem in Mischbauweise gefertigten Haus
bestehen die Bauteile des Rohbaus aus verschiedenen Baustoffen. Wenn die
Baustoffe nicht exakt aufeinander abgestimmt sind und insbesondere die
Verbindungen der verschiedenen Materialien nicht fachgerecht ausgeführt werden,
können Baumängel oder Bauschäden die Folge sein. Es besteht auch die Gefahr
der Entstehung von Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), Rissen,
Putzabplatzungen, Feuchtstellen und Schimmel, da alle Bauteile verschiedene
bauphysikalische Eigenschaften haben und sich im Lauf der Zeit anders verhalten
können. Es ist deshalb ratsam, das ganze Haus, zumindest aber die Wände, immer
aus nur einem Baustoff zu fertigen (siehe einschalige Wand).
Mitbauhaus
siehe Ausbauhaus
monolithisches Mauerwerk
siehe einschalige Wand
Mörtel
Mörtel ist ein Gemisch aus Sand und Bindemittel
(Kalk oder Zement), das unter Zusatz von Wasser angerührt wird. Verarbeitet
wird Mörtel bei Mauerwerk, Estrich und Putz. Mauermörtel (Fugenmörtel) stellt
zwischen den einzelnen Mauersteinen (Ziegel) eine auf Druck und Biegung
belastbare Verbindung her und gleicht Unebenheiten der Mauersteine aus.