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Nutzflächen
Niedrig-Energie-Haus
Niedertemperatur-Heizkessel (NTK)
Niedertemperaturheizung
Neutralisation
Neubau-Feuchte
Negativer k-Wert
Netto-Grundfläche
Nachweisgrenze
Natürlicher Baustoff
Nutzungsgrad
Nachweisgrenze
Grenze, bis zu der ein Stoff, eine Strahlung
oder eine Veränderung exakt nachweisbar ist. Lässt sich etwas nicht exakt
nachweisen, so bedeutet es nicht, dass es nicht vorhanden ist. Die
Nachweisbarkeit hängt unmittelbar vom stand der technischen Möglichkeiten ab.
Deshalb ist es oftmals nur eine Frage der Zeit, bis auch Stoffe nachweisbar
sind, die heute noch nicht messbar sind.
Natürlicher Baustoff
siehe: künstlicher Baustoff.
Negativer k-Wert
Der k-Wert gibt den Wärmeverlust an (siehe
k-Wert). z.B. bei Südfenstern ist bei einigen Glaskonstruktionen der Wärmegewinn
des Fensters höher als der Wärmeverlust (siehe Isolierverglasung). In diesem
Fall ist der k-Wert negativ (siehe Passiv-Haus).
Netto-Grundfläche
Die Netto-Grundfläche ist die Differenz zwischen Brutto-Grundfläche und
Konstruktions-Grundfläche. Netto-Grundflächen von Raumteilen unter Schrägen
mit lichten Höhen unter 1,5 m sind getrennt zu ermitteln. Die Netto-Grundfläche
gliedert sich in Nutzflächen, Funktionsflächen und Verkehrsflächen. (aus DIN
277)
Neubau-Feuchte
siehe: Baufeuchte.
Neutralisation
Bei Brennwertkesseln wird ein Teil der im Abgas
enthaltenen Schadstoffe im Kondensat festgehalten. Deshalb wird das Kondensat
noch im Kessel neutralisiert, d.h. von den Schadstoffen befreit. Erst danach
darf das Kondensat in den Gully abgeleitet werden (siehe Brennwerttechnik
Niedertemperatur-Heizkessel (NTK)
Unterschreitet die Kesselwassertemperatur etwa 56°C beim
Verbrennen von Erdgas bzw. 46°C beim Verbrennen von Heizöl, kann sich
Kondenswasser aus den feuchten Heizgasen an den Wandflächen niederschlagen und
Korrosionsvorgänge auslösen. Ob Kondenswasser entstehen kann oder nicht, hängt
von der Temperatur der heizgasseitigen Wandoberfläche ab. Zwischen dem Wasser
und eben dieser Wandseitebildet sich bei strömenden Heizgasen ein
Temperaturunterschied von 1 bis 4°C aus. Dieser Punkt bildet den entscheidenden
konstruktiven Kern moderner Niedertemperatur-Heizkessel. Es muß darauf
hingewirkt werden, daß selbst bei einer Kesselwassertemperatur von 40°C oder
weniger die heizgasseitige Wandtemperatur möglichst noch oberhalb des
Wasserdampftaupunktes liegt. Die Temperaturdifferenz Wand/Wasser muß somit
konstruktiv beeinflußt werden. Aus einer Vielzahl verschiedener konstruktiver
Möglichkeiten haben sich drei typische Grundvarianten von Heizflächen als
besonders sinnvoll erwiesen:
1.Rippen vergrößern die
wärmeaufnehmende Seite:
Über die vergrößerte Fläche wird
mehr Wärme aus den Heizgasen geholt und damit der Wärmefluß intensiviert. Die
Temperatur der Heizfläche steigt dabei an. Die bessere Wärmeausnutzung durch die
Rippenform führt zu kompakten Kesselabmessungen, die wiederum für geringe
Auskühlverluste wichtig sind.
2.Zweischichtige
Heizfläche mit zwischengelagerter Luft:
Luft bremst den
Wärmefluß. Die Dicke und die Gestaltung des Wandzwischenraumes sind konstruktiv
so festgelegt, daß das heizgasführende Kernrohr die notwendige
Temperaturdifferenz zum Kesselwasser aufweist.
3.Thermostream-Prinzip:
Bei dieser
neuesten Technik wird das kalte Rücklaufwasser vor Eintritt in die Heizflächen
mit dem warmen Vorlaufwasser vermischt und so auf ein höheres Temperaturniveau
angehoben. Leitrippen im Wasserraum begünstigen die Vermischung durch
Injektorwirkung.
Niedertemperaturheizung
Heizung mit einer oberen Vorlauftemperatur von
55 Grad Celsius. Dies führt zu geringeren Wärmeverlusten der Heizelemente.
Niedrig-Energie-Haus
Der Heizwärmebedarf, der benötigt wird, um ein
Gebäude auf einer gewünschten Temperatur zu halten, muss mindestens 25 Prozent
unter den Vorgaben der Wärmeschutzverordnung liegen (siehe Wärmeschutzverordnung).
Diese Verordnung schreibt einen Jahres-Heizwärmebedarf von maximal 100
Kilowattstunden pro Quadratmeter vor. Demnach dürfen Niedrig-Energie-Häuser
nur 75 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter im Jahr verbrauchen.
Als Niedrigenergie-Haus wird ein Gebäude bezeichnet, dessen Wärmeschutz so gut
ist, daß es in mitteleuropäischem Klima nur ca. 50 bis 70 kWh/m2 im Jahr an
Heizenergie benötigt. Bei Niedrigenergie-Häusern sind die Wärmeverluste durch
Wärmeleitung (Transmission durch die Wände) so gering, daß die Verluste durch
den Luftwechsel schon eine bedeutende Rolle spielen. Deshalb werden sie in der
Regel mit einer kontrollierten Belüftung und ggf. mit Wärmerückgewinnung
ausgestattet. Die Behaglichkeit und somit der Wohnkomfort sind im
Niedrigenergie-Haus im Vergleich zum konventionellen Gebäude höher, da die
Innenwände eine höhere Temperatur aufweisen. Technisch ist es heute kein
Problem mehr, Niedrigenergie-Häuser zu bauen, es gibt bereits sogenannte
Nullenergie- oder Passiv-Häuser, denen fast keine Energie mehr zugeführt
werden muß. Auch die Mehrkosten für zusätzliche Wärmedämmung amortisieren
sich im Neubau durch die Energieeinsparung schnell wieder. Bei vielen
Fertighaus-Firmen ist die Niedrigenergie-Bauweise bereits Standard.
Nutzflächen
Die
Nutzflächen dienen der Nutzung des Bauwerks aufgrund seiner Zweckbestimmung.
(aus DIN 277)
Nutzungsgrad
Im Gegensatz zum
Wirkungsgrad, der das momentane Verhältnis von Nutzen und Aufwand beschreibt,
gibt der Nutzungsgrad dieses Verhältnis über einen bestimmten Zeitraum hinweg
an. Für die energetische Bewertung eines Heizkessels ist z. B. der
Jahresnutzungsgrad die entscheidende Größe.
Der
Nutzungsgrad wird gebildet aus dem Verhältnis Nutzen, d.h. der an das Heizwasser
im Kessel übertragenen Wärme, zum dazugehörigen Aufwand (der dem Heizkessel mit
dem Brennstoff zugeführten Wärme) jeweils mit den entsprechenden Wirkzeiten
multipliziert. Die zugeführte Energie wird auf den Heizwert des Brennstoffes
bezogen, so daß bei Brennwertkesseln, in denen die Kondensationswärme des
Wasserdampfes zur Heizwassererwärmung ausgenutzt wird, Nutzungsgrade über 100%
erzielt werden. Ausschlaggebend für den Jahres-Brennstoffverbrauch ist der
Nutzungsgrad am typischen Arbeitspunkt der Heizanlage, der etwa bei +2C liegt.
Brennerlaufzeit und Stillstandszeit sind hier etwa gleich lang. Die
Betriebstemperatur ist hierbei eine wichtige heiztechnische Kenngröße. Gleitet
der Heizkessel entsprechend der Heizkurve, benötigt er am durchschnittlichen
Arbeitspunkt lediglich eine Kesselwassertemperatur von etwa 50°C. Dies führt zu
einer Verringerung der Verluste, die wiederum zu einer Steigerung des
Nutzungsgrades führt. Als Norm-Nutzungsgrad wird ein Nutzungsgrad bezeichnet,
der unter genau festgelegten Bedingungen auf dem Prüfstand ermittelt wird. Damit
können die Norm-Nutzungsgrade verschiedener Heizkessel miteinander verglichen
werden.