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Oberflächentemperatur
Ökobilanz
Ökologie
Ortbeton
Passivhaus
Photovoltaik
Solarkollektor
Photovoltaik-Anlagen
Plansteine
Planziegel
Planziegelmauerwerk
Planfüllziegel
Plattenheizkörper
Polystyrol expandiert (EPS)
Porenbeton
Primärenergiebedarf (EnEV)
Oberflächentemperatur
siehe: Innere Oberflächentemperatur.
Ökobilanz
Die Ökobilanz berücksichtigt möglichst umfassend die
Umweltauswirkungen von Produkten, Produktgruppen, Systemen (auch Bausystemen),
Verfahren oder Verhaltensweisen. Sie dient dem Vergleich funktionell
äquivalenter Produkte und ist Basis für die Verbesserung der Umwelteigenschaften
(wie auch von Baumaterialien) und bietet Entscheidungshilfe für umweltpolitische
Maßnahmen.
Ökologie
Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen
der Organismen und ihrer unbelebten und belebten Umwelt befasst sowie mit dem
Soff- und Energiehaushalt der Biosphäre und ihrer Untereinheiten (z.B.
Ökosysteme).
Ortbeton
Ortbeton wird auf der Baustelle, also vor Ort,
gemischt (siehe Beton). Als Frischbeton gelangt er dort in seine endgültige Lage
und härtet aus. Nach dem Erhärten wird ausgeschalt und die Wand steht fertig da
(Gegensatz siehe Transportbeton).
Passivhaus
Das Besondere an einem Passivhaus ist, dass durch
höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik der Wärmebedarf so weit
verringert wurde, dass neben einer hoch effizienten Wärmerückgewinnung durch ein
komfortables Lüftungssystem die kostenlosen Energiebeiträge ausreichen, um das
Gebäude angenehm warm zu halten. Kostenlose Energiebeiträge sind: Eingestrahlte
Sonnenenergie, Eigenwärme der Personen im Haus, Wärmeabgabe von Räumen und
Geräten. Der geringfügig verbleibende Heizwärmebedarf kann über eine
Nacherwärmung der Zuluft oder durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Die
folgenden, wesentlichen Merkmale eines Passivhauses genügen, um den
Passivhaus-Standard zu erreichen:
Passivhäuser sind optimal nach den
Himmelsrichtungen ausgerichtet: das bedeutet, dass große Fenster nach Süden
zeigen, um möglichst viel Sonnenenergie im Winter einzufangen, kleine Fenster
kommen nach Norden und werden eventuell sogar noch mit besserer
Wärmeschutzverglasung ausgestattet (siehe Isolierverglasung).
Passivhäuser sind "supergedämmt" mit extrem niedrigen
Wärmedurchgangskoeffizienten (siehe k-Wert) für alle Außenbauteile (Bodenplatte,
Kellerdecke, Außenwände, Fenster, Türen und Dach). Wenn mit zusätzlichen
Dämmstoffen gearbeitet wird, sind diese zwischen 25 und 40 cm und
wärmebrückenfrei sowie luftdicht.
>Dreifachverglasungen mit zwei
Beschichtungen sorgen für passiv solare Gewinne, welche die Wärmeverluste sogar
in den Wintermonaten übersteigen (siehe negativer k-Wert).
Eine
Komfortlüftung (automatische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung) holt 80% der
Wärme aus der verbrauchten Luft wieder zurück (z.B. aus dem Bad, dem Wohnzimmer,
der Garage, dem Keller etc.) und sorgt zugleich für immer frische Zuluft von
außen im ganzen Haus (siehe Wärmerückgewinnung).
Im Vergleich zu Häusern
im Bestand, die im Jahr nicht selten bis zu 400 kWh Heizwärme pro Quadratmeter
Wohnfläche benötigen, oder auch modernen Niedrig-Energie-Häusern mit einem
Bedarf von weniger als 70 kWh/(m2a) beläuft sich der zusätzliche Heizwärmebedarf
für ein Passivhaus auf maximal 15 kWh/(m2a).
Da beim Passivhaus damit auf
den Einbau einer herkömmlichen Heizung verzichtet werden kann, werden die beim
Bau höheren Kosten für die besondere Wärmedämmung, eine Lüftungsanlage und die
Solarwärmenutzung zum Teil kompensiert (siehe Solaranlagen). Außerdem macht sich
die anfängliche Mehrinvestition im Laufe der Jahre durch die eingesparten
Heizkosten bald bezahlt. Zugleich verringert sich die Umweltbelastung durch
weniger Verbrauch von fossiler oder anderer Energie und durch weniger Ausstoß
von Heizabgasen.
Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des
Niedrig-Energie-Hauses und bietet kostengünstiges, umweltfreundliches und
behagliches Wohnen.
Photovoltaik
Photovoltaikanlagen (Solarzellen) können Sonnenlicht
direkt in Strom umwandeln. Hauptbestandteil der bläulichen oder braunen
Plättchen ist Silizium, das zweithäufigste Element der Erde (Bestandteil
gewöhnlichen Sandes). Stromerzeugung auf photovoltaischem Weg ist CO2-frei, auch
der Energieaufwand für die Herstellung des Materials wird beim Betrieb der
Anlage sehr schnell wieder hereingeholt. Gegenwärtig sind PV-Anlagen noch mit
relativ hohen Kosten verbunden und haben einen Wirkungsgrad von nur rund 10%.
Die technische Entwicklung schreitet aber sehr schnell fort, was in den nächsten
Jahren zu höheren Wirkungsgraden und bei Massenfertigung zu wesentlich
niedrigeren Kosten führen wird.
Solarkollektor
Sonnenkollektoren, die meist auf
Hausdächern nach Süden ausgerichtet angebracht werden, erwärmen mit Hilfe der
Sonneneinstrahlung Wasser zum Duschen, Waschen, Geschirrspülen etc. und/oder als
Beitrag zur Raumheizung. Ein Sonnenkollektor besteht aus dem Absorber (dünne,
schwarz beschichtete Kupferrohre mit seitlichen "Flügeln" zum Auffangen der
Wärmestrahlung), durch den das kalte Wasser strömt, den Zuleitungen, einem
Speichertank für das erwärmte Wasser sowie Pumpen und Steuerung. Außerdem gibt
es Kollektoren, die als Medium Luft verwenden, oder – im Gegensatz zu den
Flachkollektoren – parabolförmige Kollektoren, die die Sonneneinstrahlung auf
eine Röhre konzentrieren. In diesen Kollektoren, die in großer Anzahl als
Kraftwerk aufgestellt werden können, wird meist Öl als Medium eingesetzt, da es
wesentlich höhere Temperaturen verträgt als Wasser. In geeigneten Klimaregionen
wie im südlichen Mittelmeerraum oder in Afrika kann über eine nachgeschaltete
Dampfturbine so auch Strom erzeugt werden
Photovoltaik-Anlagen
Siehe Solaranlagen: Photovoltaikanlagen.
(Porenbeton)Die Porenbetonsteine (siehe auch unter
Leichtbeton) werden mit Dünnbettmörtel versetzt. So entstehen Mörtelfugen von
etwa 1 mm bis 3 mm Dicke, die für eine bessere Dämmung gegenüber einer
Vermauerung in Normal- oder Leichtmauermörtel sorgen.
Planziegel
Planziegel sind gebrannte Tonziegel, die an beiden
Auflageflächen (oben und unten) millimetergenau plangeschliffen werden. Sie
werden mit Dünnbettmörtel verarbeitet. Der Mörtel wird mit einer Mörtelwalze
aufgetragen oder die Ziegel werden in einer Mörtelwanne einzeln in den Mörtel
eingetaucht. Die Fugen eines Planziegel-Mauerwerks sind nur ca. 1 mm
dick.
Planziegelmauerwerk
Planziegel können schneller und einfacher
verarbeitet werden als normales Mauerwerk. Die bautechnischen Vorteile liegen in
der guten Wärmedämmung der kompakten Wand, einer hohen Druckfestigkeit sowie der
nahezu trockenen Bauweise und der deswegen sehr geringen Bau-Feuchte. Da ca. 90
% des Mörtels gegenüber herkömmlichen Mauern eingespart werden, wird kein
Mörtelsilo benötigt.
Planfüllziegel
Planfüllziegel sind im Planziegelverfahren (siehe
oben) hergestellte Mauerziegel mit Hohlräumen. Die Ziegel werden im
Planziegelmauerwerk (siehe oben) ganz normal mit dem anderen Mauerwerk vom
Maurer verarbeitet und anschließend mit Beton verfüllt. Das kann beim Betonieren
der Decke erfolgen. Planfüllziegel eignen sich zur Erstellung von
Schallschutzwänden, Haustrennmauern (Doppel- u. Reihenhäuser) oder bei
schallschützenden Treppenhaus-Ummauerungen.
Plattenheizkörper
Flache Heizkörper, die mittels Konvektion (siehe
Konvektion) heizen.
Polystyrol expandiert (EPS)
Expandierter Partikelschaum
(EPS) ist ein Erdölprodukt mit guten Wärmedämmeigenschaften (lR=0,035
- 0,040 W/mK) EPS ist unverrottbar, muß allerdings vor UV-Strahlung und
Durchfeuchtung (mit Ausnahme der Perimeterdämmung) geschützt werden. Bevorzugte
Einsatzgebiete sind Estrich- , Dach- und Fassadendämmung.
Rohstoffe:Polystyrol; Pentan; Flammschutzmittel
Herstellung:Aus Benzol und
Ethylen wird unter Verwendung eines Katalysators Styrol hergestellt, welches zu
Polystyrol polymerisiert wird ; Polystyrol wird mit Flammschutzmittel und Pentan
versehen und mit Heißdampf aufgeschäumt; EPS besteht aus 3 Vol.-% aus PS und 97
Vol.-% LuftEinsatzbereich:Dach- und Deckendämmung, Wanddämmung;
Trittschall- und Wärmedämmung unter schwimmend verlegtem Estrich;
Wärmedämmverbundsystem; Perimeterdämmung
Eigenschaften:
Einfache Verarbeitung; relativ
preisgünstiger Dämmstoff; sehr lange Prozeßkette, Primärenergiegehalt: 400 - 800
(i. M. 600) kWh/m3; Baustoffklasse B1 (schwer entflammbar);
Erdölprodukt (steht nicht unbegrenzt zur Verfügung); Pentan und Styrolemissionen
bei der Herstellung; bei der Verarbeitung (Heißdrahtschneider) mit
Zersetzungsprodukten zu rechnen; geringe Styrolemissionen bei der Nutzung
möglich; tropft im Brandfall (Brandausbreitung); verschiedene Emissionen im
Brandfall (Styrol, Xylol u. a.); Rücknahme und Recycling von Produktions- und
Baustellenrückständen (bei Verbundkonstruktionen nur eingeschränkt
möglich).
Porenbeton
siehe: Leichtbeton.
siehe:
Plansteine.
Primärenergiebedarf (EnEV)
Energiemenge, die zur Deckung des Endenergiebedarfs benötigt wird unter Berücksichtigung
der zusätzlichen Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb
der Systemgrenze Gebäude bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der
jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen.
Die Primärenergie kann als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie
z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, da der gesamte Energieaufwand für die
Gebäudeheizung einbezogen wird. Telephonieschall Als Telephonieschall wird die
Schallübertragung in Lüftungsleitungen zwischen einzelnen Räumen bezeichnet.
Diese Übertragung kann nur durch vorausschauende Planung, der Installation von
Schalldämpfern oder durch einen vergrößerten Aufwand der zu verlegenden Lüftungsleitungen
begegnet werden. Tellerventile Tellerventile bestehen aus Kunststoff oder
Metall. Sie dienen dazu, die einzubringende oder abzusaugende Luft innerhalb
eines Gebäudes genau auf die vorprojektierten Luftmengen abzustimmen. Sie können
auch die Aufgabe der Vorfilterung (Abluft) vor dem Kanalnetz erfüllen.
Transmission Hier zu verstehen: Das Durchlassen von Wärme durch ein Bauteil
(Boden, Wand, Decke, Dach, Fenster). Bauteile mit guter Wärmedämmung weisen
nur geringe Transmissionswärmeverluste auf.