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Radon
Raumheizflächen
Raumheizkörper
Reaktionszeit
Reduktionsfaktoren
Reflexion
Regelsystem
Rissbildung
Radon
Das Edelgas Radon entsteht aus zerfallendem
Radium. Der Ausgangsstoff Radium findet sich im Boden und in vielen Baustoffen.
Er gelangt über Risse, Leitungen und Fugen ins Haus und damit in die Atemluft.
Da eine erhöhte Radonkonzentration eine Lungenkrebserkrankung verursachen kann,
sollte man auf die Auswahl von Baustoffen mit geringem Radiumgehalt achten und
vor allem immer für gute Lüftungsmöglichkeiten sorgen.
Raumheizflächen
Die
Raumheizflächen sind der auffällig sichtbare Teil des Heizsystems und finden
deshalb das besondere Interesse des Anlagenbetreibers. Die wesentliche Funktion
der Heizflächen ist die behagliche Wärmeabgabe.
Heizflächen gibt es in außenordentlicher Vielfalt, wobei
neben rein optischen und geschmacklichen Kriterien bei der Auswahl auch
praktische Gesichtspunkte gelten sollten. Heizflächen mit einer Mischung von
konvektiver Wärmeabgabe an die vorbeiströmende Raumluft und Strahlung erfüllen
ihre Aufgabe besonders gut. Die Bauform bestimmt auch den Heizwasserinhalt der
Raumheizfläche. Unterschieden werden die Ausführungsformen Raumheizkörper und
Flächenheizungen.
Raumheizkörper
Als Raumheizkörper
werden die sichtbar im Raum angeordneten Heizflächen bezeichnet, die aufgrund
ihrer relativ freien Anordnung ihre Wärme mehr durch Konvektion als durch
Strahlung abgeben. Bei den Raumheizkörpern wird unterschieden in
Gliederheizkörper, Flachheizkörper, Konvektoren und sonstige Heizkörper z.B. als
Rippenrohr- oder Rohrheizkörper.
Reaktionszeit
In der Wärmetechnologie: Zeitraum zwischen
Einschalten eines Wärmeerzeugers und dem Spürbarwerden der Wärme.
Luftheizungen wie Autoheizungen haben eine kurze Reaktionszeit.
Speicherheizungen wie Kachelöfen haben eine lange Reaktionszeit.
Reduktionsfaktoren
Die Wärmeschutzverordnung beschränkt auch den
k-Wert (siehe k-Wert) von Decken unter unbeheizten Dachräumen und über
unbeheizten Kellern. Bei der Berechnung des jährlichen Heizenergiebedarfes darf
jedoch der anzusetzende Wärmeverlust dieser Decken durch einen Reduktionsfaktor
vermindert werden. Mit diesem Faktor berücksichtigt die Wärmeschutzverordnung
die Temperaturen in unbeheizten Dachräumen und Kellern, die im Winter stets höher
liegen als die Außenlufttemperatur.
Reflexion
Zurückwerfen von Strahlung. Eine
Spezialbeschichtung auf Fensterscheiben - eine hauchdünne Metallschicht -
reflektiert die Wärmestrahlen, die von innen nach außen strahlen. Durch dieses
Verfahren wird der Wärmeverlust durch Fenster deutlich gesenkt (siehe auch
Isolierverglasung).
Regelsystem
Bezeichnung der regeltechnischen Ausrüstung eines
Heizkessels, die im wesentlichen aus zwei Funktionsgruppen besteht. Während eine
Gruppe die kesseltechnischen Vorgänge steuert und überwacht, ist eine zweite
Funktionsgruppe zuständig für die betriebstechnischen Vorgänge. Die Steuerung
der kesseltechnischen Vorgänge umfaßt z. B. die Steuerung des Brenners oder das
Abschalten der Feuerung bei unzulässigen Betriebszuständen und dient damit zur
Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebes des Heizkessels. Die für die
betriebstechnischen Vorgänge zuständige Funktionseinheit sorgt mit einem
automatischen und programmgesteuerten Betrieb für die bedarfsgerechte
Wärmebereitstellung. Eine Anpassung an verschiedene Anlagenkonfigurationen (z.
B. Beheizung mehrerer Wohnbereiche mit mehreren Heizkreisen) erfolgt durch die
Wahl der entsprechenden Reglervariante, wobei bestimmte Grundfunktionen jeweils
identisch sind (z. B. Uhrensteuerung oder Frostschutzfunktion). Durch die Wahl
des Regelsystems wird die Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit der
Heizanlage festgelegt, so daß diese Entscheidung die Güte des gesamten
Heizsystems entscheidend mitbestimmt.
Rissbildung
Damit Mauerwerk nicht durch Witterungseinflüsse
geschädigt werden kann, muss man immer auf rissfreien Putz achten. Risse
entstehen durch Bau- und Planungsfehler.
Setzrisse entstehen aufgrund von Setzung einzelner Gebäudeteile. Die Ursache
liegt bei einer mangelhaften Ausführung oder gar Planung des Fundaments.
Setzrisse treten auch in ehemaligen Bergbaugebieten auf.
Wurden bei der Planung nicht ausreichend oder an den falschen Stellen Arbeits-
oder Dehnfugen berücksichtigt, kann es durch Bewegungen in der Bausubstanz zu
Rissen kommen.
Wurden Fugen nicht oder mit zu schmalen Fugendeckstreifen überklebt, kann es zu
Rissen kommen.
Wenn Putz oder Mörtel in Fugen zu schnell abbinden, kann es zum Schwinden des
Materials und damit zu Rissen führen.
Stoßen Baustoffe mit unterschiedlichem Ausdehnungsverhalten bei
Temperaturschwankungen aufeinander, müssen Arbeitsfugen (siehe Dehnfugen)
eingeplant und sorgfältig verarbeitet werden.
Rohdichte
(Festigkeit von Mauersteinen)Mauersteine werden in Rohdichteklassen
zwischen 0,4 und 2,0. angeboten. Sie werden außerdem in Festigkeitsklassen 2,
4, 6, 8, 10, 12 oder 20 eingestuft. Aus der Festigkeitsklasse ergibt sich die
Belastbarkeit der Steine. Festigkeitsklasse 8 bedeutet z.B., dass jeder Stein
mindestens 8 MN/m2 aushalten kann, ohne zu zerbrechen.
Rohrisolierung
Isolierung gegen Wärmeverlust: Heizungs- und Warmwasserrohre müssen
gegen Wärmeverlust ausreichend isoliert werden. Die damit verbundenen Kosten
amortisieren sich durch die Einsparung bei den Heizkosten. Durch die Isolierung
wird zudem verhindert, dass sich an den Rohren Kondenswasser bildet und zu Schäden
führt. Isolierung gegen Schall: Rohre wirken als Schallträger. Das Rauschen
des Wassers in Druckleitungen, alle Geräusche des Abwassers wie auch das
Knacken in den Leitungen bei Temperaturänderungen belästigen erheblich. Rohre,
die zum Beispiel in Kellerräumen frei aufgehängt werden, können mit
Hartschaumhalbschalen, die mit einer PVC-Schicht oder Bitumenpapier verkleidet
sind, ummantelt werden. Schlitze für im Mauerwerk verlaufende Leitungen können
mit Kunstharz ausgeschäumt werden. Rohre, die in der Erde verlegt werden, können
mit Leichtbitumen oder einer Trockenschüttung isoliert werden.